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Baum und Naldo im Team angeblich schon umstritten

Dass Manuel Baum selbst kein allzu erfolgreicher Spieler war, sollte in diesen Zeiten eigentlich kein Hindernis mehr sein, erfolgreich mit Profis arbeiten zu können. Doch den Schalker Profis geht die Art des früheren Realschul-Lehrers offenbar schon auf die Nerven. Und bei Naldo werden Befangenheit und mangelnde Impulse im Abstiegskampf bemängelt.

Zumindest berichtet von diesen Vorgängen das Magazin Sport.de in einem Beitrag. Von ähnlichen Tendenzen hatten auch wir bereits vor einigen Tagen berichtet.

Manuel Baum wird vorgeworfen, dass er „zu“ pädagogisch vorgehe, wie ein Lehrer in einer Schule eben – und nicht wie ein gestandener Fußballtrainer der heutigen Zeit. Bei den Partien war er aufgrund der fehlenden Lärmkulisse in den Stadien auch neutralen Beobachtern schon aufgefallen, weil er unablässig über 90 Minuten Anweisungen und Kommentare aufs Spielfeld rief. Gerade so, als trainiere er eine Schülermannschaft, die zum ersten Mal gemeinsam auf dem Platz steht.

Doch nicht nur dies wird ihm zur Last gelegt. Mancher im Kader wirft ihm auch mangelnde Konsequenz vor. Nach dem Pokalspiel gegen den 1. FC Schweinfurt hatte er schon eine Brandrede und mehr Einsatz verlangt. Dann aber doch wieder Amine Harit aufgestellt, dem nicht wenige seiner Kollegen die nötige Einstellung absprechen. Verliert Baum nach nur ein paar Wochen gerade die Kabine? Das könnte fatal enden in diesem Abstiegskampf.

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Spieler kritisieren ihr Trainer-Team

Zumal auch der zweite Mann im Trainerteam in der Kritik steht. Der ohnehin keine Ausbildung als Trainer genossen habende Co-Trainer Naldo sei keine Bereicherung, so empfänden es viele Spieler im Kader. Ihm fehle die Gabe, aktuell sehr benötigte Impulse zu setzen. Sein Einfluss sei gering, eine Hilfe sei er kaum.

Dazu steht er in einem weiter schwelenden Konflikt auch noch zwischen Team und Club. Dabei geht es darum, dass Ex-Manager Christian Heidel den Spielern mündlich 80.000 Euro CL-Prämie versprochen haben soll. Diese hat der Club bislang aber nicht gezahlt, auch weil darüber nichts Schriftliches vorliegt. Naldo selbst würde davon ebenfalls noch profitieren, gilt sogar als Zeuge für Heidels Aussagen in diesem Konflikt. Doch er könne nun als Teil des Trainerteams seinem Club nicht in den Rücken fallen. Weshalb der Widerstand gegen Naldo wächst, das Vertrauen ihm gegenüber zumindest bei jenen Spielern, welche damals schon im Kader waren, immer mehr schwindet.

Braucht Schalke also bald schon wieder einen neuen Trainer und einen neuen Co-Trainer? Das wäre im Moment wohl kaum zu bezahlen.