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Burgstaller zum FC St. Pauli – schon beim Medizincheck in Hamburg

Guido Burgstaller
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Dass Guido Burgstaller keine Zukunft beim FC Schalke 04 mehr haben würde, zeichnete sich eigentlich schon länger ab. Nun allerdings kommt ja ein neuer Trainer. Doch offenbar erwartet niemand mehr, dass Burgstaller Schalke noch helfen kann. Deshalb weilt er heute bereits zum Medizincheck beim FC St. Pauli.

Dreieinhalb Jahre wird er dann auf Schalke gewesen und beim Publikum durchaus gut angekommen sein. Was allerdings nicht zuletzt am guten Einstand lag, denn der lockere Österreicher in seinen ersten Monaten in sportlicher Hinsicht hatte. Zunächst traf er regelmäßig, dann gingen seine zählbaren Werte immer mehr bergab. In der letzten Saison mutierte Burgstaller gar zum „Null-Tore-Stürmer“. Dies zwar in einer auch ansonsten desolaten Schalker Mannschaft. Dennoch fehlten ihm bei den dann doch immer mal vorhandenen Torchancen die Kaltschnäuzigkeit oder die Klasse vor den gegnerischen Keepern. Deshalb war nun schon länger klar, dass man nicht mehr mit ihm planen würde. Burgstaller wird froh sein, wenn er einen Neustart beim FC St. Pauli haben kann. Beim FC Schalke 04 wird man froh sein, einen ebenfalls nicht gerade gering bezahlten Spieler von der Gehaltsliste zu haben. Denn um eine Leihe soll es sich beim nun wohl stattfindenden Wechsel zum Zweitligisten FC St. Pauli nicht handeln.

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Zurück in die 2. Bundesliga – zurück zu alter Treffsicherheit?

Zwar läuft Burgstallers Vertrag beim FC Schalke 04 noch bis zum Sommer 2022. Eine große Ablöse wird man angesichts der dringlichen Kaderveränderungen aber sicher nicht verlangen – vielleicht sogar gar keine.

Insgesamt erzielte Burgstaller in 119 Pflichtspielen 32 Treffer für S04, gar keine so schlechte Quote. Doch zuletzt konnte er eben nicht mehr entscheidend weiterhelfen. Zum FC Schalke 04 war er damals selbst aus der 2. Bundesliga gekommen, nachdem er für den 1. FC Nürnberg in 70 Pflichtspielen 34 mal eingenetzt hatte. Auf eine zumindest annähernd wieder so gute Quote hofft man nun natürlich bei den Hamburgern vom FC St. Pauli. Mit seiner offenen und etwas ungewöhnlichen Art wird er auch dort beim Publikum sicher gut ankommen. Auf Schalke werden ihn zumindest die Verantwortlichen aber wohl nicht vermissen, erhält man auf diese Weise doch noch einmal ein wenig Handlungsspielraum für weitere Aktivitäten auf dem Transfermarkt.