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Kein Pokal-Spiel am Sonntag – Jochen Schneider kritisiert den BFV

Jochen Schneider
Foto: imago images

Wenige Stunden nach dem erfolgreichen Einspruch von Türkgücü München vor dem Landgericht München I gegen die Teilnahme des 1. FC Schweinfurt 05 an der ersten Runde des DFB-Pokals hat der Deutsche Fußball-Bund die für Sonntag um 15.30 Uhr geplante Begegnung zwischen dem FC Schalke 04 und den Unterfranken abgesagt.

Die Begegnung wird nachgeholt, sobald juristisch geklärt ist, ob Schweinfurt oder eben Türkgücü München der rechtmäßige Starter ist. Aktuell ist die Entscheidung des Münchner Landgerichts pro Türkgücü nur per einstweiliger Verfügung gefallen und damit noch nicht rechtskräftig. Da der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bereits angekündigt hat, gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen, aber eine Klärung der Angelegenheit bis zum geplanten Anstoß am Sonntagnachmittag nicht möglich sei, erging die Bitte an den DFB, die Paarung abzusetzen.

Schneider respektiert die Gerichtsentscheidung

Sehr zum Ärger der Schalker Verantwortlichen. „Es ist sehr ärgerlich, dass das für Sonntag angesetzte DFB-Pokalspiel ausfallen muss“, erklärte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider auf der vereinseigenen Webseite und betonte zugleich, dass der Gegner für S04 keine Rolle spiele: „Wenn Türkgücü München nach Ansicht des Landgerichts München der rechtmäßige Teilnehmer am DFB-Pokal ist, dann respektieren wir diese Entscheidung und freuen uns auf das Spiel gegen Türkgücü – wann immer es stattfinden wird. Gleiches gilt selbstverständlich, wenn wir doch noch gegen Schweinfurt spielen sollten.“

Kritik von Schneider bekam derweil der BFV ab, der es dabei belassen hat, Schweinfurt für die erste Pokalrunde zu melden ohne den Fall abschließend zu klären. “ Letztendlich kann man jedoch nur den Kopf über die Vorgehensweise des Bayerischen Fußballverbandes schütteln, der über Wochen und Monate hinweg offensichtlich nicht in der Lage war, den rechtmäßigen Vertreter am DFB-Pokal zu bestimmen“, so der Schalker Sportvorstand, der auch nicht glücklich darüber sein dürfte, dass den Königsblauen die wohl letzte Gelegenheit, vor dem Bundesliga-Auftakt Spielpraxis zu sammeln, genommen wurde.