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McKennie an Juventus verliehen – mit späterer Kaufpflicht

Weston McKennie
Foto: Frederic Scheidemann/Bongarts/Getty Images

Gestern herrschte noch keine absolute Klarheit über die Konditionen, zu denen der FC Schalke 04 Weston McKennie an den italienischen Serienmeister Juventus verleiht. Heute gibt es neue Informationen. Demnach wird McKennie zunächst für ein Jahr verliehen – danach muss Juventus den Defensivmann kaufen. Ein merkwürdiges Konstrukt, dass zwar Einnahmen sichert, aber offenbar erst später.

Eigentlich gilt der FC Schalke 04 als zurzeit ziemlich klamm. Deshalb hob so mancher Beobachter die Augenbrauen, als gestern die Nachricht die Runde machte, dass McKennie lediglich an Juventus verliehen werde. Ein niedrige bis mittlere Millionensumme soll dafür fällig werden. Doch der Marktwert von McKennie ist natürlich höher und Schalke bräuchte sofort einiges an Geld, das man dann in anderweitige sportliche Verstärkungen reinvestieren könnte.

Offenbar hat man aber tatsächlich in diesem Sinne verhandelt. Neuester Stand – der Medien – ist, dass McKennie erst verliehen wird. Dafür werden 3 Millionen Euro fällig. Nach Ablauf dieser Saison aber hat Juventus eine Verpflichtung zum Kauf von McKennie und zwar in Höhe von 18 Millionen Euro. Das berichtet u. a. transfermarkt.de, die sich wiederum auf die Bild-Zeitung berufen.

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McKennie zieht es über die Alpen

Demnach flössen also mindestens 21 Millionen Euro in die Kassen des FC Schalke 04, wobei unklar bleibt, wann das der Fall sein wird. Durch etwaige Bonuszahlungen könnte man sogar auf insgesamt 28 Millionen Euro kommen, was dann doch ein recht gutes Geschäft wäre. Fraglich allerdings, wann die Gelsenkirchener mit diesem Geld auch arbeiten werden können. Erfolgsabhängige Bonuszahlungen werden ganz sicher erst im Eintrittsfalle fällig, die übrigen Gelder könnte man zwar schon verpfänden. Doch genau auf diese Weise wollte man beim FC Schalke 04 ja nicht mehr wirtschaften.

Es bleibt also offen, ob dieser selbst in der an Phantasie nicht armen Fußballbranche ungewöhnliche Deal den Schalkern schon bei der Kaderzusammenstellung für diese Saison weiterhilft – oder erst in der nächsten Saison. In jedem Fall wird Weston McKennie in Kürze an der Seite von Cristiano Ronaldo trainieren und im besten Falle auch spielen. Eine sportliche Schwächung für den FC Schalke 04, der aber offenbar an anderer Stelle im Kader größeren Bedarf sieht.