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Verlängerung derzeit utopisch – Suat Serdar 2021 weg?

Suat Serdar
Foto: imago images

Um die Stimmung im Umfeld des FC Schalke 04 ist es nach den jüngsten Testspielniederlagen gegen die Drittligisten SC Verl (4:5) und KFC Uerdingen (1:3) nicht zum Besten bestellt. Trainer David Wagner, der bereits am Ende der völlig verkorksten Rückrunde in die Kritik gerückt war, steht medial schon wieder im Blickpunkt und gilt vielfach als heißer Kandidat für den ersten Trainerwechsel in der neuen Saison.

Fraglos keine guten Voraussetzungen für S04, die wenigen verbliebenen Leistungsträger von einer langfristigen Zusammenarbeit zu überzeugen. Bei Weston McKennie ist das vor einem Jahr noch gelungen, doch trotz Vertrages bis 2024 steht der US-Nationalspieler nun vor dem Absprung. Auch Ozan Kabak wird in Gelsenkirchen mutmaßlich nicht alt, hat der türkische Innenverteidiger schon jetzt vielerorts Interesse geweckt und in seinem Vertrag eine ab 2021 gültig Ausstiegsklausel.

Serdar will international spielen

Der nächste Sommer könnte auch bei Suat Serdar ganz entscheidend werden. Der dreifache A-Nationalspieler, 2018 für über zehn Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05 gekommen, ist zwar noch bis 2022 gebunden, soll aber keinesfalls ablösefrei gehen. Dieses Szenario würde aber 2022 drohen, denn eine Vertragsverlängerung ist aktuell utopisch. Im Wissen darum hat Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider laut „kicker“ entsprechende Bemühungen auch erst einmal eingestellt.

Die gesamte Lage auf Schalke inklusive der künftig gültigen Gehaltsobergrenze von 2,5 Millionen Euro pro Saison macht es den Königsblauen nahezu unmöglich, ernsthaft um Top-Spieler zu werben, was bereits unter Vertrag stehende Akteure einschließt. Dass Serdar überdies kein Geheimnis daraus macht, gerne international spielen zu wollen, Schalke aufgrund der inzwischen deutlich geringeren wirtschaftlichen Möglichkeiten Europa aber nicht seriös als Ziel ausgeben kann, lässt einen Abschied in einem Jahr erwarten. An Interessenten dürfte es dann nicht mangeln. Insbesondere dann nicht, wenn Serdar an seine starke Hinrunde im Herbst 2019 anknüpfen kann.