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Trennung von Trainer Wagner wäre teuer – mehr Sicherheit im Schalke-Sattel für ihn?

David Wagner
Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Wie die Sportbild heute berichtet, wäre eine vorzeitige Trennung von Trainer David Wagner sehr teuer für den FC Schalke 04. Denn es gibt keine ansonsten übliche Ausstiegsklausel für den Club. Heißt: sämtliche Bezüge samt Prämien würden bis Vertragsende fällig.

Das erstaunt dann doch ein wenig, schließlich liegt der Beginn der Amtszeit von Trainer David Wagner auf Schalke erst rund 12 Monate zurück. Damals war nicht mehr der in solchen Dingen offenbar recht großzügige Christian Heidel Manager beim FC Schalke 04. Und man hätte zumindest schon ahnen können, dass die finanzielle Lage keineswegs rosig ist beim Revierclub. Dennoch lockte man David Wagner offenbar u. a. mit dieser Kondition nach Gelsenkirchen: keine Ausstiegsklausel für den Club. Somit auch keine Chance darauf, im Falle einer vorzeitigen Trennung ein wenig Geld zu sparen. Wie mehrere Medien berichten, ist so etwas ansonsten durchaus üblich in der Bundesliga.

Auf rund 2,5 Millionen Euro sollen sich die Zahlungen pro Jahr belaufen, die der Club seinem Trainer – bekanntlich auch Ex-Spieler von Schalke – leistet. Damit dürfte auch klar sein, wieso man es in der kommenden Saison trotz der Horror-Rückrunde 2019/20 auf jeden Fall erst einmal mit David Wagner als Chefcoach versuchen möchte. Ansonsten verlöre der Club viel Geld, abgesehen davon, dass Wagner ja tatsächlich ebenso auch für die überzeugende Hinrunde mit 30 Punkten und Rang 5 verantwortlich war.

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Für David Wagner bedeutet das natürlich, dass er auch bei anfänglichen weiteren Misserfolgen etwas fester im Sattel von Schalke sitzen wird, als es sonst in der Bundesliga (und gerade auf Schalke) üblich ist.

Andererseits führt der Grund dafür, dass er eine gewisse Sicherheit annehmen darf, auch dazu, dass seine Aufgabe nicht einfacher wird. Denn ebenso wenig, wie sich Schalke eine vorzeitige Trennung von Wagner leisten kann bzw. nur im absoluten Notfall, so wenig kanns sich Schalke Hochkaräter bei den Transfers leisten. Und wird immer öfter von der Konkurrenz ausgestochen, wie z. B. kürzlich von Hertha BSC beim Werben um Alexander Schwolow.