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Nach Tönnies-Rücktritt: Edelfan Peter Lohmeyer wird wieder Schalke-Mitglied

Clemens Tönnies
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Peter Lohmeyer ist ein bekannter deutscher Schauspieler und bekennender wie bekannter Schalke-Fan. Nach den rassistischen Äußerungen des damaligen Aufsichtsratschef Clemens Tönnies trat er aus seinem Herzensclub aus. Nach Tönnies‘ Rücktritt kehrt er jetzt zurück.

Der 58-Jährige war u. a. durch seine Hauptrolle im Film „Das Wunder von Bern“ deutschlandweit bekannt geworden, hatte aber auch schon viele weitere Rollen als Schauspieler bekleidet.

Nach dem Vorfall von Tönnies zu Beginn der abgelaufenen Saison hatte sich Peter Lohmeyer empört gezeigt, dass man diesen mit so einer glimfplichen Sanktion (drei Monate ließ er sein Amt beim FC Schalke 04 ruhen) davonkommen ließ. Der „Ehrenrat“ sei ohnehin völlig von Tönnies-Sympathisanten und Günstlingen dominiert. Das wolle Lohmeyer nicht einfach so hinnehmen. Er setzte das auch nach Außen kommunizierte Zeichen, dass er seine Mitgliedschaft beendete.

Inzwischen ist Clemens Tönnies bekanntlich zurückgetreten. Das sei „eine Befreiung für den Verein“, kommentiert Lohmeyer diesen aus seiner Sicht längst überfälligen Schritt. Gleichzeitig monierte Lohmeyer, dass Tönnies sich erst entschuldigt habe, das Ganze später aber in einem Interview als Missverständnis bezeichnete. Womit er aus Sicht von Lohmeyer seine Entschuldigung im Prinzip wieder zurückgenommen habe.

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Lohmeyer ist seit Jahrzehnten Schalke-Fan

Dennoch stehe nun einer Rückkehr in den Club als volles Mitglied nichts mehr im Wege. Damit kehr er „heim in den Schoß“ jenes Cubs, dem Peter Lohmeyer schon seit etlichen Jahren anhängt. Auch wenn er in Hamburg lebt, reist er immer wieder zu etlichen Heimspielen an. Das war allerdings nicht erst seit der Corona-Krise nicht mehr der Fall. Der Umgang seines Clubs hatte Lohmeyer die Lust darauf verleidet, nach Gelsenkirchen zu reisen und selbst im Stadion vor Ort zu sein. Die Corona-Krise bzw. die Abwesenheit von Zuschauern habe es dann noch schlimmer gemacht:

Diese habe ihn „etwas vom Fußball entwöhnt“, meinte Lohmeyer. „Ich habe zwischendurch natürlich mal reingeguckt. Aber das war alles so weit weg, der emotionale Moment – das, was Fußball ausmacht – fällt völlig unter den Tisch.“

Sobald nun wieder Zuschauer zugelassen werden, wird Lohmeyer dies sicher wieder betreiben, der übrigens seinen Sohn gerne zu diesen Heimspielen von Schalke 04, die für ihn ja wie Auswärtsreisen sind, mitnimmt.