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Schalke bezieht Stellung und räumt Fehler beim „Härtefallantrag“ ein

FC Schalke 04
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Nicht nur auf dem Platz sorgt der FC Schalke 04 derzeit für Negativschlagzeilen, auch daneben ist den Knappen nun ein echter Fauxpas unterlaufen. Mit dem Vorgehen bei der Ticket-Rückerstattungen im Zuge der Corona-Krise haben die Schalker für viel Unverständnis bei den eigenen Fans gesorgt. Immerhin hat man das Fehlverhalten mittlerweile öffentlich eingeräumt.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Schalke derzeit mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Die Verantwortlichen suchen nach entsprechenden Lösungen, um diese schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Leider stoßen nicht alle Maßnahmen bei den Fans auf Zustimmung.

Härtefallantrag wird zum Eigentor für Schalke

Am Mittwoch sorgte S04 mit dem „Härtefallantrag“ für viel Aufsehen. Die Knappen wollen die Ticket-Rückerstattungen ihrer Fans im Zuge der Corona-Krise auf ein Minimum reduzieren. Fans, die ihr Geld für bereits gekaufte Tickets erstattet haben möchten, wurden zunächst mit Gutscheinen „vertröstet“. Die Auszahlung dieser Gutschein ist jedoch erst Anfang 2022 möglich. Lediglich beim Nachweis eines „Härtefalls“ wäre den Verein bereit die Rückerstattung zu beschleunigen.

Dieses Vorgehen ist bei den Schalke-Anhängern alles andere als gut angekommen. Die Resonanz in den sozialen Medien war eindeutig. Kurze Zeit später bezogen die Knappen dann selbst Stellung zu den Vorkommnissen und zeigten sich dabei durchaus selbstkritisch: „In den Anschreiben an Fans und dem darin aufgeführten ‚Härtefallantrag‘ hat Schalke 04 unpersönliche und wenig empathische Formulierungen verwendet – dafür entschuldigen sich der Verein und die Mitarbeiter des Service Centers bei allen Fans in aller Form“.

Zeitgleich betonte man jedoch auch, dass man sich mit dem Härtefallantrag an die Vorgaben des „Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht“ gehalten habe. Dennoch wird man die entsprechenden Anträge der Fans „wohlwollend bearbeiten“. Zudem wird man keine Belege einreichen müssen, um eine beschleunigte Rückerstattung in Anspruch zu nehmen.