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Eltern von Nübel erhalten Morddrohungen

Alexander Nübel
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Mancher Fußballfan hält diesen wohl immer noch für eine Sache auf Leben und Tod. Ein Wirrkopf hat nun die Eltern von Alexander Nübel mit dem Tod bedroht. Sie leben und arbeiten beide in Parderborn. Dort erreichten sie die Morddrohungen wegen des Weggangs ihres Sohnes zum FC Bayern München.

Erst zum Beginn dieser Saison war Alexander Nübel zum neuen Kapitän der Mannschaft des FC Schalke 04 ernannt worden. In der Saison davor hatte er Stammtorhüter Ralf Fährmann als neue Nr. 1 zwischen den Pfosten abgelöst.

Das Amt als Kapitän musste er aber schon in diesem Winter wieder abgeben. Da war bekannt geworden, dass Alexander Nübel nach dieser Saison ablösefrei zum FC Bayern München wechseln wird. Einige Fans hatten das später mit Sprechchören gegen ihn begleitet, was Alexander Nübel sogar zum Weinen brachte. Zuletzt hatte sich Trainer David Wagner dazu entschieden, Markus Schubert den Vorzug vor Alexander Nübel zu geben. Nübel hält sich momentan aus der Öffentlichkeit komplett zurück.

Nicht genug offenbar für mindestens einen Schalke-Fan, um die Sache auf sich beruhen zu lassen. Er (oder sie) schickte den Eltern von Alexander Nübel eine Morddrohung. Diese erreichte sie an ihren Arbeitsplätzen. Familie Nübel lebt in Paderborn, wo auch Alexander Nübel beim lokalen SC Paderborn 07 von 2004 bis 2015 Fußball spielte, ehe er zum FC Schalke 04 wechselte.

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Nübel spielte schon für Deutschlands U21

Um diesen Drohungen zu entgehen, hatten die Eltern beschlossen, eine Kreuzfahrt anzutreten. Damit waren sie für eine gewisse Zeit aus ihrem bisherigen Umfeld weg gewesen.

Nübels Berater Stefan Backs kritisierte nicht nur diesen Vorfall mit den Worten: „Was rund um Alex passiert, ist von vielen Seiten verantwortungslos.“

Auch in den sozialen Medien war harsche Kritik an der Entscheidung von Alexander Nübel, zum FC Bayern München zu wechseln, laut geworden. Dass der Wechsel dem abgebenden Verein FC Schalke 04 keinen Cent bringt, macht die Angelegenheit noch schwieriger als der reine Umstand, dass er zum verhassten Rivalen FC Bayern wechselt. Zudem erntet er viel Unverständnis, weil dort mit Manuel Neuer nicht nur ein weiterer ehemaliger Schalker im Tor steht. Neuer ist dort als Nr. 1 ebenso gesetzt wie in der Nationalmannschaft. Nübel bleibt also vorerst nur eine Rolle als Reservist.