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Schalkes Kulttrainer Peter Neururer wird 65

Peter Neururer
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Er war zwar nur anderthalb Jahre Trainer auf Schalke und das ist auch schon 30 Jahre her. Doch mit seiner besonderen Ruhrpott-Art und nicht zuletzt, weil er damals Schalke vor dem Abstieg in die 3. Liga rettete, ist Peter Neururer immer noch Kult auf Schalke. Heute wird er 65 Jahre alt.

Die Liste seiner kecken Sprüche ist nicht gerade kurz. Dasselbe gilt für die Zahl seiner Stationen als Trainer. Peter Neururer, der selbst nie Profi im Fußball war, aber immerhin in der Oberliga spielte, kommt in seiner aktiven Zeit als Trainer von 1984 bis 2014 auf nicht weniger als 16 Stationen. Bei zwei Clubs – dem VfL Bochum und Hannover 96 – war er sogar zweimal tätig. Einzig beim VfL Bochum schaffte er es allerdings, länger als nur über zwei Saisons hinaus zu bleiben. Immerhin gelang ihm mit dem VfL Bochum erst der Wiederaufstieg in die Bundesliga, dann der Einzug in den UEFA-Pokal. Schon 1992 war er mit dem 1. FC Saarbrücken in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Und dann war da eben noch jener Klassenerhalt mit dem FC Schalke 04 recht weit am Anfang seiner Karriere in der 2. Bundesliga. Nicht erst seitdem gilt der passionierte Motorrad- und Porsche-Fahrer als wichtiger Teil der so facettenreichen Schalker Historie.

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Neururer führte Schalke aus der 2. Bundesliga

Schon seit 2012 ist er als Experte in diversen Fußball-Talkshows aktiv, weshalb er trotz seines fehlenden Engagements als Trainer weiterhin im deutschen Profifußball präsent ist. Von seinem 2012 erlittenen Herzinfarkt hat er sich offenbar gut erholt. So ist er weiterhin selten um einen guten Spruch verlegen. Der rhetorisch beschlagene Peter Neururer gibt sich in den Talkrunden und sonstigen Auftritten in der Öffentlichkeit zudem stets meinungsstark.

Seine beste Zeit als Trainer hatte er in seinen ersten vier Jahren beim VfL Bochum, wie er selbst zu Protokoll gibt. Des Weiteren hängt sein Herz zwar auch an seiner früheren Station FC Schalke 04. Echter Fan ist er allerdings vom 1. FC Köln, den er auch 1996/97 selbst trainierte, wie er in seiner Autobiographie „Aus dem Leben eines Bundesligatrainers“ verrät. Dennoch kann er sich auf Schalke großer Sympathien der meisten Fans sicher sein. Sehenswerte Impressionen seiner langen Karriere gibt es beim Fußballkulturmagazin 11Freunde zu sehen.