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Statistik macht Mut: Kann Dzeko im Kraichgau die Schalker Sturm-Krise beenden?

Edin Dzeko
Foto: IMAGO

Die Null steht. Auch nach acht Spieltagen hat noch kein Stürmer des FC Schalke 04 in der Bundesliga getroffen. Die Hoffnungen ruhten vor allem auf Edin Dzeko. Doch auch der 40 Jahre alte Routinier ging bislang leer aus.


Die Verdienste des bosnischen Rekord-Internationalen sind unbestritten. In der Bundesliga holte sich Dzeko die Torjägerkanone. Diesen Coup wiederholte er in der italienischen Serie A. Auch dank seiner sechs Treffer kehrte Schalke in der vergangenen Saison in das Fußball-Oberhaus zurück.

„Dzeko, der es über viele Jahre gewohnt war, einer der Topstars seiner Mannschaften zu sein, geht derzeit mit der königsblauen Masse unter“, fällt die Sportschau ein hartes Urteil.

Mit gerade einmal vier Toren stellt Königsblau die schwächste Offensive der höchsten deutschen Spielklasse. Annähernd harmlos tritt mit sechs Treffern nur Mitaufsteiger Paderborn auf. S04-Trainer Miron Muslic (44) legt vor allem Wert auf eine stabile Abwehr. Doch die defensive Ausrichtung bei Königsblau lässt Dzeko kaum noch Raum für seine eigentliche Spezialität: das Toreschießen.

„Arbeiten, arbeiten, arbeiten“

Die Torflaute veranlasste Torhüter Loris Karius (33) zu deutlichen Worten: „Es wird nicht einfacher. Wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten. Tore machen, Tore machen, Tore machen.“ Die Realität auf dem Platz spricht jedoch eine andere Sprache, da der Bosnier komplett in der Luft hängt. Dzeko wird im gegnerischen Strafraum so gut wie nie gesucht. Da Pässe in die gefährliche Zone Seltenheitswert besitzen, verpufft der Torinstinkt des Routiniers nahezu wirkungslos.

Für einen Torjäger von Dzekos Klasse sind die aktuellen Zahlen alarmierend. Kein Schuss auf das Tor nach sechs Bundesliga-Spielen mit 189 Einsatzminuten. Seine insgesamt drei Torannäherungen landeten im Aus. Statistisch stehen zwar 1,43 Torschüsse pro 90 Minuten sowie ein xG-Wert von 0,15 zu Buche, doch unter dem Strich fällt die Bilanz mager aus.

Edin Dzeko
Foto: Getty Images

Auch in puncto Tempo offenbaren sich klare Defizite. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit von Dzeko liegt in dieser Spielzeit bei gerade einmal 29,19 km/h. Nahezu die gesamte Konkurrenz im Oberhaus kann dagegen auf Angreifer zurückgreifen, die regelmäßig die Marke von 35 km/h knacken. „Die Leipziger haben sieben Spieler, die so schnell laufen“, monierte Muslic vor dem 0:2 gegen Leipzig.

Ausgerechnet das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim am kommenden Sonntag (8. November, 19:30 Uhr) könnte für den Schalker Angreifer zum Wendepunkt werden. Gegen die Kraichgauer netzte Dzeko in fünf Bundesliga-Spielen bereits siebenmal ein – ein Wert, den er nur gegen den VfB Stuttgart (acht Tore) übertrifft. Sein letztes Bundesliga-Tor erzielte der Stürmer übrigens am 18. Dezember 2010 im Wolfsburg-Trikot – ebenfalls gegen Hoffenheim.