Schalke-Probleme immer größer: Dagegenhalten allein reicht nicht

Noch hat Schalke 04 in dieser Saison kein Heimtor erzielt. Das alleine ist schon eine Statistik, die für sich spricht. Die Königsblauen haben große Probleme, offensiv in Erscheinung zu treten.
Das zeigte sich auch im Spiel gegen RB Leipzig. Hier war Königsblau auf einem guten Niveau unterwegs, was die Einstellung und die Kompaktheit im Spiel gegen den Ball anging.
Schalke war aktiv, versuchte, die Zweikämpfe zu gewinnen, hielt mit Physis und Laufstärke dagegen. Doch die ersatzgeschwächte Mannschaft von Miron Muslic musste feststellen: Das alleine reicht in der Bundesliga nicht.
„Wir waren von Beginn an sehr energisch und aktiv und direkt im Spiel. Das Publikum hat sofort gemerkt, dass wir ein anderes Gesicht gezeigt haben. Wir hätten früh in Führung gehen können, das hätte uns ein Stück weit befreit“, erklärte Muslic im Anschluss an die Partie. Aber: Die Befreiung war nicht von Dauer, gerade die zweite Halbzeit in vielen Phasen zäh.
Schalke muss die Entwicklung vorantreiben
Dejan Ljubicic sieht auch schon eine Lösung: „Gegen einen Gegner wie Leipzig werden Kleinigkeiten bestraft. Wir müssen nun weiterarbeiten und beim Training fokussiert in jede Übung gehen. Es geht um den unbedingten Willen, das Tor machen zu wollen.“
Das ist zwar richtig, aber der Wille allein ist auch nicht ausschlaggebend. Schalke muss in Situationen kommen, die die Wahrscheinlichkeit eines Treffers signifikant erhöhen. Aus der eigenen Defensive spielte man sich phasenweise gegen RB sogar ordentlich raus, dann fehlte aber die Verbindung zur Offensive.

Die Entwicklung der Schalker in der Offensive, die aktuell stockt, muss jetzt vorangetrieben werden. Wichtig ist, dass einige der Spieler, die zuletzt fehlten, jetzt Schritt für Schritt wieder integriert werden können. Und gerade genesene Spieler werden eher nicht zur Nationalmannschaft fahren, zumindest nicht alle.
Das bedeutet, dass die Länderspielphase genutzt werden könnte, um Dinge zu verbessern, zu verändern, die Offensive umzustrukturieren. Denn das ist aktuell ohne jeden Zweifel das A und O. Die Bundesliga ist ein hartes Pflaster.