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Schalke verkündet Millionen-Hammer: Droht trotzdem ein Punktabzug?

Frank Baumann, Christina Rühl-Hamers und Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Nach Jahren des Sparkurses kann der FC Schalke 04 einen finanziellen Erfolg vermelden. Doch eine große Gefahr ist noch nicht gebannt.


Der FC Schalke 04 hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur finanziellen Stabilität gemacht. Am Freitag (30. Oktober) veröffentlichten die Königsblauen ihren Geschäftsbericht für die Saison 2025/26. Die Zahlen zeigen eine positive Entwicklung. Allerdings steht der Klub weiterhin vor einer großen Herausforderung.

Besonders erfreulich: Erstmals seit 2017 liegen die Nettofinanzverbindlichkeiten des FC Schalke 04 wieder unter 100 Millionen Euro. Zum 30. Juni 2026 betrugen sie 97,9 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 110,8 Millionen Euro gewesen. Auch wirtschaftlich konnte der Bundesliga-Aufsteiger einige Erfolge verbuchen.

Die Einnahmen aus der Vermarktung stiegen von 35,5 auf 41,5 Millionen Euro. Im Merchandising ging es von 14,3 auf 18,9 Millionen Euro nach oben. Unter dem Strich erwirtschaftete Schalke einen Konzernüberschuss von 200.000 Euro. Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers zeigt sich entsprechend zufrieden: „Wir haben uns aus wesentlichen finanziellen Zwängen der Vergangenheit befreit.“

Schalke droht Punktabzug: 600.000 Euro fehlen noch

Dennoch bleibt die Situation angespannt. Vor allem das negative Eigenkapital bereitet weiterhin Sorgen. Zum 30. Juni 2026 lag dieses bei rund 97,2 Millionen Euro und damit immerhin unter dem Vorjahreswert von 99,1 Millionen Euro. Entscheidend für einen möglichen Punktabzug ist allerdings der Vergleich mit dem 31. Dezember 2025. Damals betrug das negative Eigenkapital rund 96,6 Millionen Euro. Schalke muss die Kennzahl bis zum Jahresende also noch um etwa 600.000 Euro verbessern.

Christina Rühl-Hamers
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Gelingt das nicht, droht dem Verein für die Saison 2027/28 ein Abzug von drei Punkten. Nach Informationen von RUHR24 sind die Verantwortlichen jedoch zuversichtlich, die entsprechende Auflage erfüllen zu können. Für die laufende Saison 2026/27 erwartet Schalke zudem steigende Umsätze und einen Jahresüberschuss im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Trotz der Fortschritte mahnt Rühl-Hamers zur Vorsicht: „Die nächsten Jahre bleiben unverändert herausfordernd. Gleichzeitig kommen wir endlich wieder stärker ins Ermöglichen und Gestalten.“ Der eingeschlagene Sparkurs dürfte auf Schalke somit auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.