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Karius fordert Reaktion: Schalke-Keeper spricht Klartext vor Mainz

Loris Karius
Foto: IMAGO

Nach der bitteren Niederlage beim SC Freiburg will der FC Schalke 04 schnell wieder in die Erfolgsspur finden. Vor dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag (17. Oktober, 15.30 Uhr) nimmt Torhüter Loris Karius seine Mitspieler in die Pflicht. Dabei stärkt der 33-Jährige seinem Trainer Miron Muslic ausdrücklich den Rücken und macht deutlich, wo Schalke sich verbessern muss.


Das 1:2 in Freiburg am vergangenen Spieltag war für die Königsblauen besonders ärgerlich. Trotz Überzahl kassierte Schalke kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer und verpasste damit die Chance auf einen Punkt. Karius beschäftigte die Niederlage nach eigenen Angaben noch ein bis zwei Tage. Danach richtete er den Blick wieder nach vorne.

„Es war trotzdem nur eines von 34 Spielen. Natürlich hätten wir da gerne etwas mitgenommen, die Möglichkeit wäre da gewesen. Aber ein einzelnes Spiel wird jetzt nicht unsere Saison bestimmen“, erklärte der Schlussmann mit Blick auf die verpasste Gelegenheit.

Auch die Tabelle hat für Karius derzeit keine große Bedeutung. Viel wichtiger sei, aus den bisherigen Partien die richtigen Schlüsse zu ziehen. Als es um die Verantwortung für die Niederlage ging, stellte sich der Torhüter klar vor seinen Trainer. Muslic hatte nach dem Spiel die Verantwortung für seine Wechsel übernommen.

„Da trifft den Trainer nicht die Hauptschuld, sondern da sind wir für verantwortlich“, stellte Karius klar. Die Mannschaft verfüge über genügend Qualität, um eine Führung beziehungsweise ein Unentschieden über die Zeit zu bringen. „Wir haben genug Leute mit Qualität auf dem Platz, die sich dann einfach besser anstellen können, damit wir den Punkt mitnehmen.“

Schalke-Stürmer stehen in der Pflicht

Neben der Stabilität in der Defensive bereitet vor allem die Offensive Sorgen. Nach fünf Bundesliga-Spieltagen hat noch kein etatmäßiger Schalker Stürmer getroffen. Weder Edin Dzeko noch Moussa Sylla konnten bislang einen eigenen Torerfolg verbuchen. Sylla wird zudem aller Voraussicht nach verletzungsbedingt für die Partie gegen Mainz ausfallen.

In Freiburg musste mit Adrian Gantenbein ausgerechnet ein Rechtsverteidiger den einzigen Treffer für Schalke erzielen. Karius sieht die Ursachen allerdings nicht allein bei den Angreifern. Vielmehr müsse das gesamte Team daran arbeiten, gefährlichere Situationen herauszuspielen.

Moussa Sylla und Kenan Karaman
Foto: IMAGO

„Erst mal können wir besser werden im Chancenkreieren und natürlich dann auch noch besser Chancen verwerten. Das fängt hinten schon an und zieht sich nach vorne durch“, erklärte der Torwart. Damit nimmt er auch die Spieler in der Defensive und im Mittelfeld in die Verantwortung: Die Stürmer müssen besser in Szene gesetzt werden, damit sie ihre Qualitäten vor dem Tor ausspielen können.

Gegen Mainz muss die Reaktion folgen

Immerhin erkennt Karius bei der Defensivarbeit Fortschritte. Nach den Schwierigkeiten zum Saisonstart habe sich Schalke stabilisiert und wieder zu den eigenen Stärken zurückgefunden. Nun gehe es darum, die richtige Balance zu finden. „Das Gleichgewicht finden zwischen gut verteidigen und offensiv Möglichkeiten kreieren“ sei entscheidend.

Für Karius ist das Duell mit Mainz auch persönlich ein Wiedersehen. Von 2011 bis 2016 stand er bei den Rheinhessen unter Vertrag. Große Sentimentalitäten dürften am Samstag allerdings keine Rolle spielen. Schalke braucht nach dem Rückschlag in Freiburg dringend eine Reaktion.

Die Botschaft des Torhüters ist eindeutig: Die Mannschaft muss Verantwortung übernehmen, defensiv konzentriert bleiben und im Angriff deutlich gefährlicher werden.