Ist Schalke zu teuer? Jetzt reagiert der S04-Boss

Nach dem Bundesliga-Aufstieg sorgt die Preispolitik des FC Schalke 04 bei den Fans für Unmut. Vorstandschef Matthias Tillmann reagiert auf die Kritik und verteidigt die Erhöhungen.
Die Rückkehr in die Bundesliga bringt dem FC Schalke 04 nicht nur sportlich neue Herausforderungen. Auch wirtschaftlich muss sich der Revierklub auf höhere Ausgaben einstellen. Einen Teil davon bekommen inzwischen die Fans zu spüren. Mehrere Preisanpassungen haben für Kritik gesorgt – Vorstandschef Matthias Tillmann verteidigt den eingeschlagenen Kurs, zeigt aber auch Verständnis für den Unmut.
Für Tillmann steht fest, dass nicht sämtliche Kostensteigerungen an die Anhänger weitergegeben werden sollen. Vor allem bei der grundlegenden Teilhabe am Vereinsleben setzt Schalke Grenzen. So soll ein Stehplatz weiterhin weniger als 20 Euro kosten. „Da werden wir nicht an der Schraube drehen, auch wenn die damit verbundenen Kosten gestiegen sind – für Personal, Energie und vieles Weitere“, erklärte Tillmann gegenüber der WAZ. Auch die Mitgliedsbeiträge seien im Vergleich mit anderen Bundesligisten niedrig.
An anderer Stelle sind die Preise dagegen bereits gestiegen. Besonders auffällig ist das Parken rund um die Veltins-Arena: Auf den regulären Flächen B bis E werden ab zwei Stunden vor Spielbeginn mittlerweile zehn Euro statt fünf Euro fällig. Wer früher anreist, kann dort weiterhin kostenlos parken.
Schalke-Boss Tillmann erklärt die höheren Preise
Ein halber Liter Bier kostet seit Januar 5,50 Euro und damit 40 Cent mehr als zuvor. Diskussionen gibt es zudem um das neue Heimtrikot. Erwachsene zahlen dafür 99,95 Euro – zehn Euro mehr als in der vergangenen Saison. Tillmann verweist in diesem Zusammenhang auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Schalke habe die Trikots drei Jahre lang unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung angeboten. Wegen gestiegener Kosten sei das nun nicht mehr möglich gewesen, ohne die Marge weiter zu reduzieren.

Der Vorstandschef betont, dass höhere Verkaufspreise nicht automatisch größere Gewinne für den Klub bedeuteten. Häufig gehe es lediglich darum, bestehende Margen zu sichern. Entscheidungen dieser Art würden deshalb nicht leichtfertig getroffen. „Jede Preisanpassung wird intern diskutiert und muss gut begründet sein“, sagte Tillmann.
Dass die Entwicklung bei Teilen der Anhängerschaft dennoch schlecht ankommt, kann der Schalke-Boss nachvollziehen: „Dennoch kann ich das Gefühl, das mindestens ein Teil unserer Fans hat, verstehen.“