Schalke-Leihgabe reist weit nach Halle und feuert alte Kollegen an

Mika Wallentowitz verfolgte Schalkes Pokalsieg in Halle und feuerte seine Ex-Kollegen an. Der Leihspieler bleibt Schalke eng verbunden.
Rund 300 Kilometer liegen zwischen Fürth und Halle. Für Mika Wallentowitz war die Entfernung am Montagabend dennoch kein Grund, auf das Pokalspiel des FC Schalke 04 zu verzichten. Der 18-Jährige saß beim 5:2-Sieg der Königsblauen beim Halleschen FC auf der Tribüne und verfolgte die Partie bis zum erfolgreichen Ende.
Das berichtet Frank Leszinski im „Schalke-POTTcast“ des Medienhauses Bauer. Der Journalist saß demnach sogar in unmittelbarer Nähe des Schalker Leihspielers.
Wallentowitz habe das Spiel aufmerksam verfolgt, sich dabei auch die ein oder andere Bratwurst gegönnt und bis zum Schlusspfiff mit den Königsblauen mitgefiebert.
Diese Anekdote passt zu dem Weg, den der junge Offensivspieler bei Schalke bislang genommen hat. Seit 2024 gehört Wallentowitz zur Knappenschmiede, nachdem er im Alter von 15 Jahren aus der U17 von Werder Bremen nach Gelsenkirchen gewechselt war. Er kam schnell an und identifizierte sich scheinbar sehr schnell mit dem Verein.
In der vergangenen Saison schaffte Wallentowitz den Sprung zu den Profis und kam in 13 Zweitliga-Partien zum Einsatz. Dabei gelangen ihm sieben Startelfeinsätze und eine Torvorlage beim Dzeko-Debüt gegen Kaiserslautern.
Schalke traut dem Talent weiterhin viel zu. Deshalb wurde sein Vertrag bis 2030 verlängert und er ohne Kaufoption für ein Jahr nach Fürth verliehen. Dort soll er vor allem regelmäßig Spielpraxis sammeln und den nächsten Entwicklungsschritt machen.
Kaum Einsatzzeiten, doch Fürth baut auf Wallentowitz‘ Vielseitigkeit
Der Start beim Zweitligisten verlief für Wallentowitz allerdings noch zurückhaltend. Von bislang möglichen 180 Pflichtspielminuten absolvierte er lediglich 15. Am ersten Spieltag gegen den FC St. Pauli kam er für zwei Minuten zum Einsatz, im Franken-Derby gegen den 1. FC Nürnberg folgten 13 Minuten. Beide Male wurde er im 4-4-2 als rechter Mittelfeldspieler eingewechselt. Bei der 1:2-Pokalpleite gegen den VfL Bochum blieb er anschließend ohne Einsatz.
Aktuell hat der erfahrenere Shinta Appelkamp auf dieser Position die Nase vorn. Wallentowitz bringt jedoch den Vorteil mit, mehrere Positionen bekleiden zu können. Fürths Geschäftsführer Sport Daniel Meyer hob bei seiner Verpflichtung deshalb besonders dessen „Physis, Mentalität und Flexibilität“ hervor.
Für Schalke steht ohnehin die langfristige Entwicklung im Vordergrund. Youri Mulder bezeichnete regelmäßige Spielpraxis als entscheidend für den Youngster und kündigte an, seine Entwicklung eng zu verfolgen. Dass Wallentowitz trotz seines Wechsels nach Fürth noch so eng mit Schalke verbunden ist, dürfte den Königsblauen dabei besonders gefallen.