Amoura zu Schalke? Daran hängt der Transfer-Coup

Vor dem Bundesliga-Auftakt arbeitet Schalke 04 offenbar noch an einem echten Transfer-Coup. Doch ein möglicher Wechsel von Mohamed Amoura hängt von mehreren Bedingungen ab.
Beim FC Schalke 04 könnte es in den letzten Tagen der Transferperiode noch einmal richtig spannend werden. Die Königsblauen beschäftigen sich offenbar mit Mohamed Amoura vom VfL Wolfsburg. Ein Transfer des algerischen Nationalspielers wäre für den Bundesliga-Aufsteiger ein echter Coup – doch auf dem Weg dorthin gibt es einige Hürden. Zuerst hatte die französische Sportzeitung L’Équipe über das Schalker Interesse am 26-Jährigen berichtet. Sky bestätigte anschließend, dass Amoura bei den Verantwortlichen in Gelsenkirchen um Sportvorstand Frank Baumann tatsächlich ein Thema ist.
Konkrete Gespräche zwischen Schalke und dem VfL Wolfsburg sollen bislang allerdings noch nicht stattgefunden haben. Realistisch wäre für S04 wohl ohnehin nur ein Leihgeschäft. Eine Kaufoption soll dabei nicht vorgesehen sein. Gleichzeitig müsste Wolfsburg den Knappen beim Gehalt entgegenkommen und weiterhin einen Teil der Bezüge des Offensivspielers übernehmen. Andernfalls wäre Amoura für die Königsblauen finanziell kaum zu stemmen.
Hinzu kommt die angespannte Situation beim eigenen Personalbudget. Schalke hatte zuletzt langfristig mit mehreren jungen Leistungsträgern verlängert. Mertcan Ayhan, Soufiane El Faouzi und Vitalie Becker unterschrieben jeweils neue Verträge bis 2030.
Schalke-Transfer von Amoura hängt offenbar an Moussa Sylla
Mit den Verlängerungen gingen auch Gehaltsanpassungen einher, wodurch der finanzielle Spielraum für weitere Verstärkungen kleiner geworden ist. Ein Amoura-Deal dürfte deshalb laut Sky nur möglich werden, wenn Schalke zuvor einen Spieler abgibt und dabei eine Ablöse in Millionenhöhe einnimmt.

Als heißester Kandidat gilt Moussa Sylla. Der Angreifer wird bereits seit einiger Zeit mit einem Abschied in Verbindung gebracht und machte beim 5:2 nach Verlängerung im DFB-Pokal gegen den Halleschen FC mit einem Tor und einer Vorlage auf sich aufmerksam. Sollte Sylla noch verkauft werden, könnte sich für Schalke rund um den Deadline Day die Tür für einen Vorstoß bei Amoura öffnen.
Der Algerier sucht nach Wolfsburgs Abstieg offenbar eine neue sportliche Perspektive und könnte so weiterhin erstklassig spielen. Selbst wenn Schalke die finanziellen Voraussetzungen schafft, wäre ein Transfer noch lange kein Selbstläufer. Auch Klubs aus Italien und Frankreich sollen Amoura laut L’Équipe auf dem Zettel haben. Als Interessent wird unter anderem Olympique Marseille gehandelt.