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Geld für Amoura? Ex-Schalker bringen unerwartete Finanzspritze

Edin Dzeko
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Gleich drei Ex-Schalker haben in den vergangenen Tagen neue Vereine gefunden. Dank Weiterverkaufsbeteiligungen erhält S04 frisches Geld.


Manchmal verdient man Geld, ohne selbst aktiv zu werden. Der FC Schalke 04 profitiert dieser Tage gleich mehrfach von Transfers ehemaliger Spieler und kassiert durch Weiterverkaufsbeteiligungen unerwartete Einnahmen.

Den Anfang machte Breel Embolo. Der Schweizer wechselte am vergangenen Sonntag für 17 Millionen Euro von Stade Rennes zu Atlanta United in die MLS. Schalke kassiert nun laut Medienberichten etwa 230.000 Euro. Schalkes Rekordzugang Embolo kam 2016 für 26,5 Millionen Euro vom FC Basel und erzielte in 61 Spielen zwölf Tore und neun Vorlagen. Bei der WM verzögerte sich seine Anreise wegen einer Vorstrafe, im Viertelfinale sah er gegen Argentinien nach einer Schwalbe Gelb-Rot.

Jordan Larsson sorgt für weitere 130.000 Euro in der Schalker Kasse. Der Schwede wechselte am gestrigen Montag für 1,3 Millionen Euro zu Al-Ettifaq. Schalke hatte sich beim damaligen Verkauf an den FC Kopenhagen eine Weiterverkaufsklausel von zehn Prozent gesichert. Bei Schalke kam der Sohn von Henrik Larsson auf zwölf Pflichtspiele ohne Torbeteiligung, in Kopenhagen blühte er hingegen auf und gewann zweimal das Double.

Die aktuellste Meldung betrifft Marvin Pieringer. Der Ex-Schalker wechselt laut Sky für drei bis 3,5 Millionen Euro von Heidenheim zum SC Paderborn. Dank einer zehnprozentigen Weiterverkaufsbeteiligung fließen weitere 300.000 bis 350.000 Euro nach Gelsenkirchen.

Amoura-Transfer dank Pieringer-Einnahmen?

Hinzu kommen ältere, aber ebenfalls relevante Einnahmen. Durch Alexander Nübels Wechsel zu Besiktas profitierte Schalke bereits im Juli. Als Ausbildungsverein erhielt Schalke aus dem Solidaritätsmechanismus der UEFA rund 325.000 Euro, durch Bonuszahlungen sogar bis zu 575.000 Euro. Auch der Wechsel von Rodrigo Zalazar zu Sporting Lissabon für rund 30 Millionen Euro bescherte den Königsblauen bereits im Mai 2,5 bis drei Millionen Euro.

Und auch der gestrige Pokalsieg beim Halleschen FC bringt etwas ein. Für den Einzug in die zweite Runde kommen weitere 456.377 Euro hinzu. Alles zusammen ergibt einen willkommenen finanziellen Puffer für den Bundesligisten.

Die zusätzlichen Einnahmen könnten für Schalke auch mit Blick auf angestrebte Verpflichtungen hilfreich sein. Die Königsblauen sollen sich mit Mohamed Amoura vom VfL Wolfsburg beschäftigen. Ein Kauf des 26-jährigen Angreifers dürfte kaum zu stemmen sein, weshalb allenfalls ein Leihgeschäft realistisch erscheint.

Mohamed Amoura
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Auch dieses wäre finanziell anspruchsvoll: Amoura soll in Wolfsburg etwa fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen. Die unerwarteten Einnahmen durch die Transfers ehemaliger Schalker könnten jedoch etwas mehr finanziellen Spielraum verschaffen, um eine Leihe des Algeriers zu ermöglichen. Voraussetzung wäre allerdings weiterhin, dass Wolfsburg beim Gehalt und den Leihkonditionen entgegenkommt.