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Millionen fehlen: Schalke steckt in der Transferfalle

Frank Baumann
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Nach mehreren Verstärkungen steht Schalke nun unter Verkaufsdruck. Ein Millionen-Transfer muss her, doch die Zeit wird knapp.


Beim FC Schalke 04 wird die Zeit auf dem Transfermarkt zunehmend zum Problem. Der Aufsteiger hat seinen Kader für die Bundesliga zwar mit mehreren Neuzugängen verstärkt, auf der Einnahmenseite fehlt bislang jedoch ein größerer Verkauf. Sportvorstand Frank Baumann hatte die Situation bereits Anfang August deutlich beschrieben: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir noch einen größeren Abgang brauchen, um unsere wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.“

Schalke soll in diesem Sommer rund 2,7 Millionen Euro investiert, aber lediglich etwa 300.000 Euro durch Verkäufe eingenommen haben. Die WAZ sieht Schalke deshalb mittlerweile in einer regelrechten „Transferfalle“. Grund dafür sind die strikten Eigenkapitalvorgaben der DFL, die den finanziellen Spielraum des Klubs zusätzlich begrenzen.

Bleibt der erhoffte Verkauf eines wertvollen Spielers in diesem Sommer aus, könnte dem Bericht zufolge die gesamte Finanzplanung für das laufende Geschäftsjahr ins Wanken geraten. Schalke muss sein negatives Eigenkapital weiter reduzieren und darf sich zum Jahresende keinen zusätzlichen Verlust erlauben. Andernfalls könnte dem Klub zur Saison 2027/2028 sogar ein Punktabzug drohen. Dass der dringend benötigte Verkauf weiterhin nicht zustande gekommen ist, sorgt offenbar auch intern für Diskussionen.

Moussa Sylla könnte Schalke Millionen bringen

Nach Informationen der WAZ wird inzwischen hinterfragt, ob die bisherige Vorgehensweise auf dem Transfermarkt die richtige war. Bereits im Juni sollen erste Interessenten wegen Schalke-Spielern angeklopft haben. Die damaligen Angebote entsprachen jedoch offenbar nicht den finanziellen Vorstellungen des Vereins und wurden deshalb nicht angenommen. Andere Klubs wissen um den finanziellen Druck der Gelsenkirchener und könnten versuchen, die Situation mit niedrigeren Angeboten auszunutzen.

Moussa Sylla
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Die Möglichkeit, unattraktive Offerten ohne größere Konsequenzen abzulehnen, wird mit dem näher rückenden Ende der Transferperiode immer kleiner. Als heißester Verkaufskandidat gilt weiterhin Moussa Sylla. Bereits im Winter stand der Angreifer unmittelbar vor einem Wechsel in die MLS, der Schalke mehr als fünf Millionen Euro hätte einbringen können. Der Deal platzte jedoch kurz vor dem Abschluss. Nun soll der 26-Jährige erneut für eine Summe von rund fünf Millionen Euro auf dem Markt sein.

Ein Verkauf würde allerdings gleich das nächste Problem schaffen. Für Sylla müsste Ersatz verpflichtet werden, zudem sucht Schalke laut WAZ noch Verstärkung für das offensive Mittelfeld. Große Investitionen wären selbst nach einem Verkauf kaum möglich. Als realistische Lösung gelten laut deshalb vor allem Leihgeschäfte mit Kaufoption.