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Millionen-Potenzial? So will Schalke jetzt KI nutzen

Frank Baumann, Christina Rühl-Hamers und Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Nach dem Bundesliga-Aufstieg treibt Schalke 04 seine Digitalisierung weiter voran. Dabei setzt der Revierklub verstärkt auf Künstliche Intelligenz.


Der FC Schalke 04 treibt seine Digitalisierung weiter voran und setzt dabei verstärkt auf Künstliche Intelligenz. Sowohl im sportlichen Bereich als auch abseits des Platzes sollen neue Technologien Prozesse beschleunigen und den Klub effizienter machen. Dafür investiert S04 laut einem Bericht der Sport Bild inzwischen jährlich einen mittleren sechsstelligen Betrag in Innovation und Technologie.

Eine wichtige Rolle spielt das Scouting. Schalke arbeitet bereits mit der Plattform „HubStevens“, zu der das Programm „StatsLibuda“ gehört. Das Tool soll die Einschätzungen der Scouts durch Daten ergänzen und anhand einer eigens entwickelten Schalke-DNA bewerten, wie gut ein Spieler zum Verein passt. Künftig könnten die Verantwortlichen konkrete Anforderungen eingeben und sich passende Transferkandidaten anzeigen lassen.

Eine mögliche Anfrage könnte laut Vorstandschef Matthias Tillmann beispielsweise lauten: „Suche einen zentralen Mittelfeldspieler, der nicht mehr als eine Million Euro kostet, schnell ist und besonders gut zu El-Faouzi passt.“ Auf diese Weise könnte die KI neben Position und Ablöse auch bestimmte Stärken sowie das Zusammenspiel mit bereits vorhandenen Profis berücksichtigen.

Schalke 04 treibt seine KI-Strategie weiter voran

Tillmann verspricht sich davon vor allem eine deutliche Zeitersparnis, wie er gegenüber Sport Bild betonte. „Diese Erweiterungen werden uns viel Arbeit abnehmen. Natürlich muss der zuständige Mitarbeiter immer noch selbst mitdenken, aber sie sparen uns enorm viel Zeit.“

Matthias Tillmann und Frank Baumann
Foto: IMAGO

Unter der Leitung von Direktor für Innovation und Technologie Nikolas Gross arbeitet Schalke zudem daran, KI für die Entwicklung neuer Programme einzusetzen. Wie stark sich dadurch Prozesse beschleunigen lassen, verdeutlicht Tillmann: „Was früher drei Monate gedauert hat, geht heute in eineinhalb Tagen.“ Einen Abbau von Arbeitsplätzen soll die Digitalisierung allerdings nicht zur Folge haben. Auch wirtschaftlich will Schalke von seinen Daten profitieren.

Informationen aus Website, Ticket- und Fanshop sollen stärker miteinander verknüpft werden. Dadurch kann der Verein Angebote und Mitteilungen gezielter auf einzelne Fans zuschneiden. Unterstützt wird S04 bei seiner Digitalstrategie vom Partner d-fine. Die 2024 gestartete Kooperation wurde im vergangenen Februar ausgebaut und bis Ende 2028 verlängert. Tillmann betonte dabei: „Im Fokus unserer Partnerschaft stand von Beginn an die konsequente Optimierung digitaler Prozesse, insbesondere im Bereich Sport.“