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Schalke-Ausgliederung nach eG-Enttäuschung? „Zeitpunkt ergibt keinen Sinn“

Matthias Tillmann
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Die „Auf Schalke eG“ hat die hohen Erwartungen bisher nicht erfüllt. Auch nach dem Aufstieg blieb der erhoffte Durchbruch der Fördergenossenschaft aus.


In anderthalb Jahren hat der Klub mit der Fördergenossenschaft etwa zehn Millionen Euro erwirtschaftet. Damit blieb man weit unter der erhofften Summe. Von der Rückkehr in die Bundesliga hatten sich die Verantwortlichen einen positiven Effekt auf die „Auf Schalke eG“ erhofft, dieser blieb jedoch weitgehend aus.

„Ich hatte tatsächlich auf einen Aufstiegs-Hype gehofft. Da dieser Effekt nicht eingetreten ist, sind wir jetzt seit ein paar Wochen auf Werbetour, sprechen persönlich mit Fans, Mitgliedern und auch Unternehmen, um sie von der Genossenschaft zu überzeugen“, sagte Vorstandschef Matthias Tillmann im Gespräch mit Bild und Welt.

Schalke-Genossenschaft läuft schleppend: „Wollen selbstbestimmt agieren“

Er glaube an die Fördergenossenschaft, so der 42-Jährige weiter, räumte aber ein: „Sollte es nicht klappen, müssen wir auch über andere Wege nachdenken.“ Auf Nachfrage, ob er damit auf eine Ausgliederung der Profi-Abteilung anspielte, dementierte Tillmann. „Viele Vereine haben sich in den vergangenen Jahren nach Covid mit Ausgliederungen oder durch Kapitalerhöhung frisches Geld besorgt, wir wollen das Thema nicht aufmachen – allein der Zeitpunkt ergibt keinen Sinn“, erklärte der Funktionär und betonte: „Wir glauben an die Stärke unserer Unabhängigkeit und wollen selbstbestimmt agieren.“

Mit der Fördergenossenschaft „Auf Schalke eG“, die Anfang 2025 an den Start ging, haben Mitglieder die Möglichkeit, Anteile zu zeichnen. Die Genossenschaft sammelt Kapital, um so beispielsweise Anteile an der Stadiongesellschaft der Veltins-Arena zu kaufen und so dem Verein frisches Eigenkapital zuzuführen. Im Februar erwarb die eG erstmals Anteile im Wert von 7,5 Millionen Euro. Nach dem ersten Jahr zählte die Genossenschaft etwas mehr als 8000 Mitglieder.

Christina Rühl-Hamers
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„Die Fördergenossenschaft macht es möglich, frisches Eigenkapital in den Verein zu bekommen“, erklärte Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers: “Wir können dank der Transaktion weiter Verbindlichkeiten abbauen und gewinnen so Stück für Stück neue Handlungsfreiheit in unseren Entscheidungen.“