Müller warnt Schalke nach dem Aufstieg: „Es wird harte Phasen geben“

Der FC Schalke 04 kann auch nach der festen Verpflichtung von Kevin Müller auf dessen Erfahrung bauen. Der Torhüter spricht über seine Rolle hinter Loris Karius, den Wechsel seines Sohnes Pepe und die bevorstehende Bundesliga-Saison.
Kevin Müller blickt nach seinem festen Wechsel zum FC Schalke 04 optimistisch auf die kommende Bundesliga-Saison. In einer Medienrunde sprach der 35-Jährige über die Verhandlungen mit dem 1. FC Heidenheim, seine Rolle als Ersatztorwart und den gemeinsamen Neustart mit Sohn Pepe.
Die zwischenzeitlichen Ablöseverhandlungen zwischen Schalke und Heidenheim bewertet Müller gelassen. Gegenüber RevierSport erklärte der Torhüter: „Ich hatte nie wirklich Bedenken, dass der Wechsel nicht zustande kommt.“ Dass sein ehemaliger Verein am Ende noch eine Ablöse forderte, sei für ihn lediglich ein „normaler Prozess“.
Auf Schalke weiß Müller genau, welche Aufgabe ihn erwartet. Hinter Stammtorwart Loris Karius soll er als verlässliche Nummer zwei und erfahrener Führungsspieler fungieren. „Einen guten zweiten Torwart zeichnet Verlässlichkeit aus. Gerade auf der Torwartposition ist es sehr wichtig, die Hierarchie einzuhalten“, sagte Müller. Dennoch bereite er sich auf jede Partie so vor, als würde er in der Startelf stehen.
Kevin Müller setzt auf Zusammenhalt nach dem Schalke-Aufstieg
Mit seiner Erfahrung soll der frühere Heidenheimer insbesondere in schwierigen Phasen eine wichtige Rolle innerhalb der Mannschaft übernehmen. Gerade als Bundesliga-Aufsteiger werde Schalke nicht nur erfolgreiche Wochen erleben. „Es wird harte Phasen geben. Wenn es gut läuft, kann jeder die Welle reiten. Wenn du mal Gegenwind hast, kommt es darauf an, dass du zusammenhältst als Team und das Ding gewuppt kriegst“, betonte der Keeper.

Auch privat beginnt für Müller ein neuer Lebensabschnitt. Wie RUHR24 berichtet, wechselt Sohn Pepe ebenfalls zum FC Schalke 04. Der 15 Jahre alte Torwart trainiert zunächst mit der U17 und soll zusätzlich Spielpraxis in der U16 sammeln. Für die Familie bedeutet der gemeinsame Wechsel vor allem eine Erleichterung. „Meine Frau musste sich manchmal entscheiden: Fährt sie zu meinem Spiel oder mit dem Sohnemann mit? Das war manchmal nicht so leicht“, erzählte Müller.
Der Routinier freut sich darauf, die Entwicklung seines Sohnes künftig häufiger verfolgen zu können, stellt aber klar, dass Pepe seinen Weg selbst gehen muss. „Es geht nicht darum, meinen Kleinen da irgendwie durchzudrücken. Er ist selbst für sich verantwortlich und verfolgt seinen Traum“, sagte Müller.