Ex-Schalke-Coach Reis übernimmt bulgarischen Serienmeister

Thomas Reis kehrt zurück auf die Fußballbühne. Nach fünfmonatiger Vereinslosigkeit hat Ludogorez Rasgrad den 52-Jährigen als neuen Chef-Trainer vorgestellt. Nach Platz drei in der vergangenen Saison soll er den 14-maligen Landesmeister wieder an die Spitze zurückführen.
Von 2012 bis 2025 waren die Adler das Nonplusultra der bulgarischen Parwa Liga. Stets feierten sie am Ende der Saison die Meisterschaft. Zudem gelangen in diesem Zeitraum vier Pokalsiege.
Daher kam es einem mittleren Erdbeben gleich, als sich in der Spielzeit 2025/26 Levski Sofia den Titel holte. Nicht nur das: In der Tabelle landete mit ZSKA 1948 Sofia sogar noch ein weiterer Klub vor Rasgrad.
Das mochten die Verantwortlichen nicht auf sich beruhen lassen. Chef-Coach Per-Mathias Högmo (66) musste nach 222 Tagen im Amt seine Koffer packen. Nun soll es Ex-Schalke-Coach Reis richten.
Am Montag (13. Juli) wird er gemeinsam mit seinen Assistenten Ton Lokhoff (66) und Danijel Zenkovic (39) sein erstes Training der Adler leiten, teilt der Klub auf seiner Website offiziell mit. Am Folgetag tritt der gebürtige Wertheimer dann vor die Presse.
Bundesliga coach takes charge of Ludogoretshttps://t.co/KAY2Fk8m0n pic.twitter.com/wR6HWx2VDl
— PFC Ludogorets 1945 (@Ludogorets1945) July 12, 2026
Erfolgreich in der Türkei
Im Februar 2026 hatte Reis überraschend seinen Job beim türkischen Erstligisten Samsunspor verloren. Zu jenem Zeitpunkt belegte der Verein in der SüperLig Platz sieben. In der Vorsaison hatte der einstige Bundesligaprofi (Eintracht Frankfurt, VfL Bochum) den „Roten Blitz“ sensationell auf Rang drei und damit in die Play-offs zur Europa League geführt.

Zwischen Oktober 2022 und September 2023 stand Reis bei Schalke 04 an der Seitenlinie. Den Abstieg aus der Bundesliga vermochte er in der Saison 2022/23 trotz einer Aufholjagd nach schwachem Start unter Frank Kramer (54) nicht zu verhindern.
Der Absturz in Liga zwei auf den 16. Tabellenplatz nach sieben Spieltagen besiegelte das Aus von Reis auf Schalke. Nach nur sieben Zählern erfolgte im September 2023 seine Freistellung.