Schalke-Vergangenheit lässt ihn nicht los: Thomas Ouwejan gerät ins Schwärmen

Sein Klub war die große Überraschung der Saison. Mit NEC Nijmegen belegte Thomas Ouwejan (29) in der Eredivisie einen hervorragenden 3. Platz. Für den Ex-Schalker lief es dagegen nicht so gut.
Vor der Saison haben wohl nur die wenigsten mit einer Europapokalteilnahme der NEC gerechnet. Zumal der Klub alles andere als ein Dauergast auf internationaler Bühne ist. Erst dreimal in der Vereinsgeschichte (1983/84, 2003/04, 2008/09) ging „Eniesee“ in einem Europacup an den Start. In der abgelaufenen Spielzeit hat sich Nijmegen jedoch als Tabellendritter die Teilnahme an der 3. Qualifikationsrunde der Champions League gesichert.
Ouwejan freut sich bereits auf die kommende Saison. „Ich bin gespannt auf die Auslosung der Qualifikation“, erklärt er gegenüber Reviersport. „Wir werden alles dafür geben. Natürlich wäre die Champions League etwas Besonderes, aber auch die Europa League wäre schön.“ Sollte das Qualifikationsduell zur Königsklasse verloren werden, winkt immerhin die Teilnahme an der Ligaphase der Europa League.
Einfach werde es jedoch nicht. „Wir haben wichtige Spieler verloren“, sagt der Abwehr-Allrounder, der noch bis 2027 vertraglich an NEC gebunden ist. So verließ etwa Außenstürmer Basar Önal den Klub für sieben Millionen Euro gen OSC Lille.
Spezialist für Standards
Ouwejan selbst saß in der Erfolgssaison jedoch meist auf der harten Ersatzbank. In seiner Bilanz standen am Ende lediglich neun Spiele, in denen ihm immerhin ein Treffer und zwei Torvorlagen gelangen. In seinem ersten Jahr nach der Rückkehr aus Gelsenkirchen zählte der Standardspezialist mit 31 Einsätzen noch zu den Stammkräften.
In seinen drei Jahren auf Schalke sammelte er 77 Spiele und 21 Torbeteiligungen. Gleich in seiner Premierensaison gelang unter Mike Büskens (58) der Aufstieg in die Bundesliga. Doch das Glück war nicht von langer Dauer, denn unter Frank Kramer (54) bzw. dessen Nachfolger Thomas Reis (52) folgte der direkte Wiederabstieg.

„Ich verfolge Schalke weiter“, verrät Ouwejan. „Es war eine sehr schöne Zeit. Ich war nach meinem Wechsel auch manchmal im Stadion. Dieses Gefühl geht nicht mehr weg. Die Fans wissen, was ich meine. Ich hoffe, dass ich noch oft vorbeikommen und jetzt wieder ein paar schöne Bundesligaspiele sehen kann“, kündigt er seinen Besuch auf Schalke an.
Ouwejan ist überzeugt: Das Team von Trainer Miron Muslic (43) schafft in der neuen Saison den Klassenerhalt. „Die Mannschaft ist zusammengeblieben. Ich hoffe, dass sie nicht noch einmal so etwas erleben wie wir damals. Ich glaube, dass Schalke die Klasse halten wird.“