Nächster Abgang fix: Schalke verkleinert XXL-Kader

Der FC Schalke 04 treibt seinen Kaderumbau weiter voran und wird den nächsten Spieler los. Ein Profi kehrt nach seiner Leihe nicht zurück und soll den Verein dauerhaft verlassen.
Beim FC Schalke 04 nimmt der angekündigte Kaderumbau weiter Formen an. Nachdem Sportvorstand Frank Baumann zuletzt betont hatte, dass der Bundesliga-Aufsteiger in diesem Sommer mehr Spieler abgeben als verpflichten werde, steht nun der erste Abschied eines Leih-Rückkehrers fest: Ilyes Hamache wird nicht mehr für die Königsblauen auflaufen.
Wie die WAZ unter Berufung auf Beraterkreise berichtet, haben die Schalker Verantwortlichen entschieden, künftig ohne den Offensivspieler zu planen. Obwohl Hamache noch bis 2028 unter Vertrag steht, soll er den Verein dauerhaft verlassen. Eine weitere Leihe ist demnach kein Thema. Der 23-Jährige war im Sommer 2024 auf Initiative des damaligen Kaderplaners Ben Manga vom französischen Klub Valenciennes nach Gelsenkirchen geholt worden.
Manga hatte den Flügelspieler über längere Zeit beobachtet und großes Potenzial in ihm gesehen. Auf Schalke konnte Hamache die Erwartungen jedoch nur selten erfüllen. In seiner ersten Saison verhinderten Anlaufprobleme und Verletzungen einen größeren Durchbruch. Am Ende standen lediglich elf Pflichtspieleinsätze und 271 Spielminuten zu Buche, ohne dass ihm ein Tor oder eine Vorlage gelang.
Schalke wird ersten Profi los: Hamache vor Abschied
Dabei hatte Hamache vor der Saison 2025/26 durchaus auf sich aufmerksam gemacht. Unter Trainer Miron Muslic gehörte er zeitweise zu den positiven Überraschungen der Vorbereitung. Letztlich kamen die Verantwortlichen aber zu dem Schluss, dass sein Defensivverhalten nicht optimal zu den Anforderungen des intensiven Pressingsystems passt. Als die Pflichtspiele begannen, spielte Hamache kaum noch eine Rolle und wechselte schließlich auf Leihbasis zu Amiens SC.

In Frankreich lief es für den Außenbahnspieler deutlich besser. Für Amiens absolvierte er 32 Pflichtspiele, stand 18-mal in der Startelf und sammelte sieben direkte Torbeteiligungen durch sechs Treffer und eine Vorlage. Den Abstieg des Klubs aus der Ligue 2 konnte er allerdings nicht verhindern. Amiens verzichtete anschließend darauf, die vereinbarte Kaufoption zu ziehen.
Mit Hamaches Abschied schrumpft der weiterhin übergroße Schalke-Kader zumindest etwas. Von den ursprünglich vier verliehenen Profis kehren nun nur noch Martin Wasinski, Mauro Zalazar und Steve Noode zurück. Ob das Trio in den Planungen für die Bundesliga eine Rolle spielen wird, erscheint derzeit jedoch sehr fraglich.