Zu wenig Torgefahr? Warum Schalke trotzdem auf Adamu setzt

Der FC Schalke hat mit Junior Adamu einen weiteren Neuzugang für die Bundesliga-Saison verpflichtet. Trotz überschaubarer Torquote genießt der Österreicher intern großes Vertrauen und soll eine wichtige Rolle im Team von Miron Muslic spielen.
Mit Junior Adamu hat der FC Schalke 04 einen weiteren Neuzugang für die Bundesliga-Saison verpflichtet. Der 25-Jährige kommt für rund 800.000 Euro vom SC Freiburg nach Gelsenkirchen und soll dort eine wichtige Rolle im System von Trainer Miron Muslic übernehmen. Dass Adamu zuletzt nicht als besonders treffsicherer Stürmer auf sich aufmerksam gemacht hat, scheint die Verantwortlichen dabei nicht zu stören.
In Freiburg blieb der österreichische Nationalspieler hinter den Erwartungen zurück. In 67 Pflichtspielen gelangen ihm lediglich sieben Tore und vier Vorlagen. Auch seine Leihe zu Celtic Glasgow verlief eher unspektakulär. Dennoch war Adamu laut Sky-Informationen ein absoluter Wunschspieler von Muslic.
Die Gründe dafür liegen weniger in seinen Torquoten als vielmehr in seinen spielerischen Eigenschaften. Schalke sieht in Adamu einen Angreifer, der optimal zum intensiven Stil des Trainers passt. Vor allem seine Geschwindigkeit, sein Pressingverhalten und seine Läufe in die Tiefe sollen künftig wichtige Bausteine im Spiel der Königsblauen sein.
Schalke-Trainer Muslic setzt auf Adamu
Sky-Reporter Dirk große Schlarmann erklärt die Überlegungen hinter dem Transfer: „Er bringt aber sonst alles mit, was Miron Muslic für sein Spiel braucht. Und wenn wir eins gelernt haben in der letzten Saison, ist es, dass Muslic ganz genau weiß, wie er Spieler für sich formen und drehen kann.“

Unklar bleibt allerdings, welche Position Adamu innerhalb der Hierarchie im Angriff einnehmen wird. Mit Moussa Sylla, Bryan Lasme und Christian Gomis stehen weitere Stürmer im Kader, wobei mehrere Spieler als Wechselkandidaten gelten. Auch die Zukunft von Edin Dzeko ist weiterhin offen.
Große Schlarmann geht deshalb davon aus, dass die Transferplanungen im Sturm noch nicht abgeschlossen sind. „Ob er der erste Stürmer ist oder der zweite? ich glaube, eher der zweite, denn ich könnte mir vorstellen, dass da vielleicht noch was passiert“, so die Einschätzung des Schalke-Insiders.
Fest steht: Die Königsblauen haben Adamu nicht als klassischen Knipser verpflichtet. Vielmehr soll der Österreicher mit seiner Dynamik, seinem Arbeitsaufwand und seiner Intensität dazu beitragen, dass Muslic seine Spielidee auch in der Bundesliga umsetzen kann. Ob daraus am Ende auch die erhofften Tore entstehen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.