Nach Schalke-Aus: Ex-Talent wird zum „Phantom“

Nach seinem Aus bei Schalke wollte Ibrahima Cissé in der Schweiz neu angreifen. Doch auch beim FC Aarau bleibt der Innenverteidiger ohne Pflichtspieleinsatz und erlebt das nächste Karriere-Fiasko.
Die Hoffnung auf einen Neustart ist für Ibrahima Cissé vorerst geplatzt. Nachdem der Innenverteidiger beim FC Schalke 04 keine Zukunft mehr hatte, endet nun auch sein Engagement beim FC Aarau ohne Erfolg. Der Schweizer Klub wird den zum Saisonende auslaufenden Vertrag des 25-Jährigen nicht verlängern.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung deshalb, weil Cissé seit langer Zeit kaum Spielpraxis im Vereinsfußball sammeln konnte. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte der Malier bereits im September 2024. Dennoch stand er Ende März überraschend für die Nationalmannschaft seines Heimatlandes auf dem Platz und spielte beim Test gegen Russland über die volle Distanz.
Im Vereinsalltag bot sich dagegen ein völlig anderes Bild. Nach seinem Wechsel im Winter kam Cissé beim FC Aarau kein einziges Mal in einem Pflichtspiel zum Einsatz. Lediglich zweimal gehörte er überhaupt zum Spieltagskader. In der Schweiz sorgte das für Verwunderung. Die Aargauer Zeitung sprach von einer „einigermaßen mysteriösen“ Personalie und zog ein deutliches Fazit: „Cissé ist bislang ein Phantom.“
Schalke-Trainer Muslic sortierte Cissé früh aus
Dabei war die Verpflichtung durchaus mit Erwartungen verbunden gewesen. Aarau wollte dem ehemaligen Schalker die Möglichkeit geben, sich nach schwierigen Jahren wieder heranzukämpfen. Trainer Brunello Iacopetta machte jedoch früh deutlich, dass Geduld gefragt sei. „Wir müssen ihn sauber aufbauen“, erklärte der Coach kurz nach der Verpflichtung.

Mit ähnlichen Problemen hatte Cissé bereits während seiner Zeit auf Schalke zu kämpfen. Er galt einst als vielversprechender Defensivspieler, konnte sein Potenzial jedoch nur selten auf den Platz bringen. Immer wieder warfen ihn gesundheitliche oder körperliche Rückschläge zurück.
Spätestens mit der Ankunft von Trainer Miron Muslic spielte Cissé bei den Königsblauen keine Rolle mehr. Bereits in der Vorbereitung wurde er aus dem Profi-Kader aussortiert und der U23 zugeteilt, bevor er den Verein im vergangenen Winter verließ. So steht der 1,96 Meter große Innenverteidiger wenige Monate nach seinem Wechsel in die Schweiz erneut vor einer ungewissen Zukunft. Statt der erhofften Wende folgt auf das enttäuschende Ende auf Schalke nun das nächste sportliche Fiasko.