S04-Talent hadert mit Schalke-Aus: „Blöder Zeitpunkt mit der Verletzung“

Nach seinem Kreuzbandriss endet für Paul Pöpperl das Kapitel beim FC Schalke 04. Trotz Verletzungspech will das Mittelfeld-Talent weiter im Profifußball angreifen.
Für Paul Pöpperl endete die Saison des FC Schalke 04 nicht nur mit dem letzten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (1:0), sondern auch mit dem Abschied aus Gelsenkirchen. Gemeinsam mit Henning Matriciani und Christopher Antwi-Adjei wurde der Mittelfeldspieler offiziell verabschiedet. Damit endet auch die Hoffnung des 23-Jährigen auf den dauerhaften Durchbruch bei den Profis der Königsblauen.
Noch im Herbst 2025 schien sich für Pöpperl der große Traum zu erfüllen. Beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf stand er überraschend in der Startelf der Schalker Zweitliga-Mannschaft und überzeugte beim 2:0-Erfolg vor mehr als 20.000 mitgereisten S04-Fans. Trainer Miron Muslic lobte den jungen Mittelfeldspieler anschließend deutlich: „Der Junge hat sehr mutig gespielt. Das war nicht einfach vor dieser Kulisse.“
Nach weiteren Einsätzen gegen den 1. FC Nürnberg schien sich Pöpperl im Profikader festspielen zu können. Doch im Februar 2026 stoppte ihn ein Kreuzbandriss abrupt. Die schwere Verletzung kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn sein Vertrag lief aus. Eine Verlängerung erhielt der gebürtige Herborner letztlich nicht.
Schalke verabschiedet Mittelfeld-Talent Paul Pöpperl
Dennoch blickt er optimistisch auf die kommenden Monate. „Es war ein blöder Zeitpunkt mit der Verletzung. Aber ich bin auf einem guten Weg“, erklärte Pöpperl nach seinem Abschiedsspiel gegenüber RUHR24. Sein Ziel bleibt klar: „Wenn man Profiluft geschnappt hat, möchte man auch dabei bleiben.“

Sein bis zu den S04-Profis war ohnehin ungewöhnlich. Erst im Sommer 2023 wechselte Pöpperl vom TSV Steinbach II, damals Tabellenletzter der Hessenliga, in die U23 des FC Schalke 04. Über Leihstationen bei VVV-Venlo und Viktoria Köln entwickelte er sich anschließend zu einem wichtigen Führungsspieler in der Regionalliga-Mannschaft der Königsblauen.
Schon im Dezember hatte Pöpperl angedeutet, wie sehr ihm Schalke ans Herz gewachsen war. „Der Traum wäre natürlich, dass ich vielleicht meinen Vertrag hier verlängern könnte“, sagte er damals in einer Medienrunde. Dieser Wunsch erfüllte sich nun nicht. Trotzdem hofft der Mittelfeldspieler, dass seine bisherigen drei Zweitliga-Einsätze erst der Anfang gewesen sind und er auch künftig im Profifußball Fuß fassen kann.