Nach dem Schalke-Aufstieg: Karaman fordert Verstärkungen

Der FC Schalke 04 ist zurück in der Bundesliga – und Kapitän Kenan Karaman spielte beim Aufstieg eine entscheidende Rolle. Nun spricht der Torjäger über emotionale Momente und notwendige Verstärkungen für die kommende Saison.
Kenan Karaman hat sich beim FC Schalke 04 endgültig zum Gesicht des Wiederaufstiegs entwickelt. Mit 14 Toren und fünf Vorlagen führte der Kapitän die Königsblauen unter Trainer Miron Muslic zurück in die Bundesliga – und spricht nun offen über die emotionale Saison, seine Zukunft auf Schalke und notwendige Verstärkungen für das Oberhaus.
Besonders der entscheidende Treffer beim 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf Anfang Mai bleibt dem 32-Jährigen in Erinnerung. Mit seinem Tor machte Karaman die Bundesliga-Rückkehr perfekt und schrieb sich damit in die Vereinsgeschichte ein. „Solche Emotionen habe ich in meinem Fußballerleben zuvor noch nie gespürt“, erklärte der Offensivspieler rückblickend im Interview mit der WAZ. „Es war das erste Mal, dass ich nach einem Tor geweint habe.“
Nach schwierigen Jahren in Gelsenkirchen fiel mit dem Aufstieg offenbar eine große Last von ihm ab. Der türkische Nationalspieler erlebte den sportlichen Absturz des Traditionsvereins aus nächster Nähe mit und erinnert sich vor allem an die enttäuschende Vorsaison.
Karaman träumt vom Karriereende auf Schalke
Die 1:2-Heimniederlage gegen Elversberg am letzten Spieltag habe ihn besonders getroffen. „Die Fans haben uns den Rücken zugedreht, uns verspottet – mehr Demütigung geht nicht. Die Enttäuschung war unglaublich groß. Kein Spiel hat mich so lange beschäftigt wie dieses, und bin sehr froh, dass wir alle aus diesem Loch herausgekommen sind“, sagte Karaman.

Für die kommende Bundesliga-Saison zeigt sich Karaman zwar optimistisch, macht aber gleichzeitig deutlich, dass der aktuelle Kader noch verstärkt werden müsse. „Wir haben für die Bundesliga viel Qualität im Kader. Wichtig ist auch, dass wir als Team einen klaren Plan haben – und den wird Miron auch für die Bundesliga haben. Wenn wir diesen Plan mit Überzeugung füllen, können wir auch in der Bundesliga bestehen“, betonte der Schalke-Kapitän. „Trotzdem ist klar, dass wir Verstärkungen brauchen.“
Auch langfristig sieht der Angreifer seine Zukunft in Gelsenkirchen. Sein Vertrag läuft noch bis 2028 – und darüber hinaus kann sich der Routinier einen Verbleib im Verein vorstellen. „Mein Traumszenario ist, meine Karriere auf Schalke zu beenden“, sagte Karaman. Selbst nach dem Karriereende könne er sich vorstellen, dem Klub in anderer Funktion erhalten zu bleiben: „Ich will hier nicht mehr weg.“