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„El Forlán del Schalke“: Cabrera und Tekpetey liefern in Europa

Juan Cabrera
Foto: IMAGO

Zwei Ex-Schalke-Talente sind aktuell in der Europa-Conference-League-Qualifikation aktiv. So läuft es bei Juan Cabrera und Bernard Tekpetey.


Die Knappenschmiede bringt regelmäßig Talente hervor, die ihren Weg anderswo machen. Ein ehemaliges Toptalent will sich im Ausland wie Leo Scienza entwickeln. Die Rede ist von Juan Cabrera. Der 23-jährige Uruguayer wurde in Montevideo geboren, lebte als Kind in Argentinien und Brasilien, bevor seine Familie nach Deutschland zog. Über den TuS Hiltrup und Preußen Münster landete er 2016 als großes Talent im Nachwuchs des FC Schalke 04, wo er zunächst in der U17 mit sieben Torbeteiligungen in 26 Einsätzen überzeugte.

Transfermarkt.de titelte damals „El Forlán del Schalke 04″ und verglich ihn mit der uruguayischen Stürmerlegende Diego Forlán, der auch Cabreras erklärtes Vorbild war. Doch den Sprung zu den Profis schaffte er in Gelsenkirchen nicht. In den Corona-Jahren fehlte die Konstanz, 2022 verließ er Schalke ablösefrei. Über Ingolstadt II und die Zweitvertretung des FC Augsburg entwickelte er sich in der Regionalliga Bayern mit 23 Torbeteiligungen in 29 Spielen zu einem der stärksten Offensivspieler der Liga. Beim Zweitligisten Greuther Fürth kam er jedoch kaum zum Einsatz, nur drei Kurzeinsätze standen zu Buche.

Anfang Juli wechselte Cabrera für eine niedrige sechsstellige Summe zum FC Vaduz, der nach dem Gewinn der Schweizer Challenge League in die Super League aufgestiegen ist und sich als 52-facher Liechtensteiner Cupsieger für die UECL-Qualifikation berechtigt hat. Beim 4:0-Auftaktsieg gegen Atletic Escaldes kam er in der 61. Minute, erzielte das 3:0 und bereitete das 4:0 vor. Ein perfektes Debüt.

Tekpetey: Vom Schalke-Rohdiamant zum fünffachen Meister

Ob Cabrera eine ähnliche Karriere hinlegt wie Leo Scienza, der die Knappenschmiede ebenfalls ohne Profi-Einsatz verließ und später für knapp zehn Millionen Euro in die Premier League zu Southampton wechselte, bleibt abzuwarten. Der zweite Ex-Schalker in der Europa-Quali ist Bernard Tekpetey.

Bernard Tekpetey
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Den Ghanaer verpflichtete Schalke 2016 aus der UniStar Soccer Academy in Ghana. Für die Schalker Profis bestritt er drei Einsätze und zeigte dabei durchaus sein Potenzial. Bei einem Europa-League-Spiel gegen Nizza bereitete er in 90 Minuten Spielzeit als Startelf-Spieler ein Tor vor. Den Durchbruch auf Schalke schaffte er dennoch nicht.

Mittlerweile ist der 28-Jährige in Bulgarien zu einer festen Größe geworden. Mit Ludogorets Razgrad gewann er fünfmal die bulgarische Meisterschaft und holte zudem den Bulgarischen Pokal. Damit zählt er zu den erfolgreichsten Ex-Schalkern im europäischen Ausland. Gegen Hapoel Tel Aviv wurde er Am Donnerstagabend in der UECL-Qualifikation eingewechselt.