„Noch nicht genau sagen“: Schalkes U23-Verteidiger Touré über seine Zukunft

Lange Zeit blieb er nur außen vor. Ein Riss in der Oberschenkelmuskulatur zwang Tidiane Touré in die Zuschauerrolle. Doch die Leidenszeit des 21 Jahre alten Rechtsverteidigers von Schalke 04 II ist vorüber.
„Nach meiner langen Verletzungspause war es für mich wichtig, Schritt für Schritt wieder zurückzukommen“, erzählt Touré in einem Vereinsinterview. Mitte März 2026 feierte der Deutsch-Franzose beim 1:1 gegen Paderborns Zweite sein Comeback in der Regionalliga. 252 Tage dauerte die Leidenszeit des Schalkers, der in der Saison 2024/25 einen Einsatz in der 2. Bundesliga absolvierte.
„Ich konnte in den letzten Spielen endlich wieder mehr Minuten sammeln, worüber ich sehr froh bin“, berichtet Touré nach dem letzten Heimauftritt dieser Saison, einem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Bocholt, von seiner aktuellen Situation. „Natürlich war und ist die Zeit ohne viele Einsätze nicht einfach, weil ich unbedingt spielen will. Aber ich weiß auch, dass mein Körper Zeit braucht.“
Zunächst kam der Langzeitverletzte als Einwechsler zum Zug. In den vergangenen drei Begegnungen gehörte er aber stets der Startelf an. Zu Buche stehen für ihn acht Einsätze, in denen er beeindruckende fünf Torbeteiligungen sammelte (zwei Treffer, drei Vorlagen). „Das Team hat mir dabei sehr geholfen, indem ich langsam aufgebaut wurde und nicht direkt ins kalte Wasser geworfen wurde“, weiß er die erhaltene Unterstützung zu schätzen.
„Grundsätzlich zufrieden“
Vor dem letzten Spieltag, an dem Schalkes U23 am Samstag (16. Mai, 14 Uhr) bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln antritt, zieht Touré ein erstes Fazit. „Ich bin grundsätzlich zufrieden mit meiner Saison, auch wenn ich natürlich gerne mehr Spiele gemacht hätte und verletzungsfrei geblieben wäre“, sagt der 21-Jährige. „Trotzdem bin ich stolz darauf, wie ich nach meiner Pause zurückgekommen bin.“
Seine Stärken kämen „vor allem auf der Außenverteidigerposition“ zum Vorschein, ist Touré überzeugt. Doch er sei auch in der Lage, eine offensivere Rolle einzunehmen. „Dort habe ich gute Ansätze, die ich weiterentwickeln möchte“, meint der Rechtsfuß, der 2024 vom 1. FC Köln II in den Ruhrpott wechselte.

Sein Vertrag auf Schalke läuft noch bis 2028. Dennoch könne er „im Moment noch nicht genau sagen“, wie es für ihn im Sommer weitergeht, verrät Touré. Vieles werde „sich erst in den kommenden Wochen entscheiden“, schließt er einen Abschied nicht kategorisch aus.