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Sky enthüllt: So ist der Stand bei Schalkes Moussa Ndiaye

Moussa Ndiaye
Foto: IMAGO

Moussa Ndiaye wurde in kürzester Zeit zu einem Aufstiegshelden. Doch laut Florian Plettenberg ist seine Zukunft bei S04 so unsicher wie nie.


Nach Schalker Siegen gehört Moussa Ndiaye inzwischen fast schon fest zum Unterhaltungsprogramm. Der Linksverteidiger sorgt in den Feiervideos regelmäßig für gute Stimmung, zählt mit seinen berühmten „Drei-Punkte-Gesten“ zu den Publikumslieblingen der Rückrunde und hat sich sportlich ohnehin längst unverzichtbar gemacht. Umso größer ist bei vielen Fans nun die Frage, ob der Senegalese auch kommende Saison in der Bundesliga für den FC Schalke 04 auflaufen wird.

Genau darüber sprach Sky-Reporter Florian Plettenberg nun im „Transfer Update“. Dort machte er deutlich, dass die Situation komplizierter ist, als sich viele Schalker wünschen würden. Zwar sei man auf Schalke „grundsätzlich zufrieden“ mit Ndiaye, dennoch kehre der 23-Jährige nach aktuellem Stand zunächst zum RSC Anderlecht zurück. Der Grund: Schalke besitzt keine Kaufoption für den Linksverteidiger und seine Leistungen riefen andere Klubs auf den Plan.

Plettenberg erklärte außerdem, dass die Leihe im Winter eher spontan zustande gekommen sei, nachdem sich Eigengewächs Vitalie Becker beim Rückrundenauftakt gegen Hertha BSC verletzt hatte. Ndiaye nutzte seine Chance jedoch eindrucksvoll und entwickelte sich sofort zu einem der stärksten Linksverteidiger der Liga.

Vitalie Becker spielt in den Schalke-Plänen eine große Rolle

Laut Plettenberg hängt genau daran nun auch die Zukunft Ndiayes. Denn intern planen die Königsblauen weiterhin stark mit Vitalie Becker. „Von dem halten sie unglaublich viel“, sagte der Sky-Reporter. Der 21-Jährige soll langfristig auf der linken Seite aufgebaut werden und perspektivisch auch in der Bundesliga eine wichtige Rolle spielen.

Vitalie Becker
Foto: IMAGO

Das macht einen festen Ndiaye-Transfer kompliziert. Der Linksfuß besitzt bei Anderlecht noch einen Vertrag bis 2028 und dürfte mindestens seinen Marktwert von rund drei Millionen Euro kosten. Für Schalke wäre das eine hohe Investition, zumal Becker als Eigengewächs ähnliche Anlagen mitbringt.

Interessant dabei: Rein statistisch liegen beide gar nicht weit auseinander. Ndiaye überzeugt vor allem defensiv, bringt Tempo, Physis und Flexibilität mit. Becker wiederum sammelte in 19 Einsätzen bereits drei Scorerpunkte und gilt offensiv als etwas gefährlicher.

Außerdem könnte Anderlecht künftig selbst verstärkt auf Moussa Ndiaye setzen. Stammlinksverteidiger Ludwig Augustinsson wird im kommenden Jahr bereits 33 Jahre alt und sein Vertrag läuft nur noch bis 2027.

Trotzdem scheint ein Verbleib Ndiayes noch nicht ausgeschlossen. Plettenberg zufolge wäre sowohl eine erneute Leihe als auch eine spätere Einigung mit Anderlecht denkbar. Klar ist aber auch: Schalke muss abwägen, ob man viel Geld für Ndiaye investiert oder konsequent auf das eigene Talent setzt.