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Olaf Thon legt sich fest: Darum steigt Schalke nicht wieder aus der Bundesliga ab!

Olaf Thon
Foto: IMAGO

Er dürfte zu denjenigen zählen, die sich besonders über die Rückkehr des FC Schalke 04 in die Bundesliga gefreut haben. In seinen Adern fließt kein rotes Blut, sondern königsblaues. Vor wenigen Tagen feierte Olaf Thon seinen 60. Geburtstag – und erhielt mit dem Aufstieg seines Herzensvereins ein besonderes Geschenk.


Insgesamt 16 Jahre trug Thon das blau-weiße Trikot. Wettbewerbsübergreifend bestritt der gebürtige Gelsenkirchener 384 Einsätze für Schalke, in denen er 75 Treffer erzielte. Mit Königsblau gewann er 1997 den UEFA-Cup sowie den DFB-Pokal 2001 und 2002.

Von solchen Erfolgen können die Fans aktuell nur träumen. Doch die Meisterschaft in Liga zwei nach dem 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf am vergangenen Samstag sorgte für unbeschreibliche Jubelszenen.

„Wenn ich euphorisiert bin, spreche ich gerne von den sieben fetten Jahren, die für Schalke angefangen haben. Eins davon haben wir gesehen“, erklärt Thon schmunzelnd im Gespräch mit Reviersport. Priorität genieße nun die dauerhafte Etablierung des Klubs im Oberhaus.

„Da habe ich vollstes Vertrauen in Frank Baumann, Youri Mulder und Maximilian Lüftl“, lobt der Weltmeister von 1990 die Arbeit der Schalker Führungsriege bestehend aus Sportvorstand, Direktor Profifußball und Chef-Scout. Denn: „Wer im Winter so gut einkaufen kann, der kann im Sommer mit mehr Geld zur Verfügung auch gut einkaufen.“

Lob für Neuzugänge

Thon zeigt sich begeistert von Adil Aouchiche (23) und Dejan Ljubicic (28). Seiner Meinung nach haben die beiden Winter-Neuzugänge das Team spielerisch auf ein neues Level gehoben. „Sie haben beide Bundesliganiveau“, schwärmt der 60-Jährige. „Wenn es dann noch gelingen könnte, Moussa Ndiaye zu halten, dann wären das neben Edin Dzeko, der hoffentlich noch ein Jahr bei uns bleibt, vier Top-Leute.“

Vor allem der 23 Jahre alte Linksverteidiger hat es ihm angetan. „Ndiaye wäre aus meiner Sicht der wichtigste Transfer, wenn es gelingen würde, ihn zu verpflichten. Er ist defensiv trotz seiner 23 Jahre schon sehr stark“, lobt er die Leihgabe des RSC Anderlecht.

Olaf Thon
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Thon wirft einen Blick in die Zukunft. „Wunder wie damals mit dem 1. FC Kaiserslautern, der als Aufsteiger Meister wurde, gibt es zwar im Fußball immer wieder. Aber als Aufsteiger geht es im Normalfall nur darum, die Klasse zu halten. Wenn uns das gelingt, kann man darauf aufbauen“, hofft der 52-malige Internationale darauf, dass sich Schalke im Oberhaus etablieren kann.