Köln und HSV als Vorbilder – Schalke will & muss sich verstärken

Der Hamburger SV hat mit dem 2:1-Sieg am Samstag bei Eintracht Frankfurt und dank der übrigen Ergebnisse im Tabellenkeller den Klassenerhalt in der Bundesliga definitiv geschafft, der 1. FC Köln so gut wie. Die Geißböcke ließen zwei Spieltage vor Schluss sechs Punkte und 17 bzw. 20 Tore vor dem VfL Wolfsburg und dem FC St. Pauli auf den Rängen 16 und 17. Beide Bundesliga-Aufsteiger des vergangenen Jahres gehen also in ein zweites Jahr im Oberhaus und dienen damit auch dem FC Schalke 04 als Vorbild.
Die Königsblauen haben mit ihrem 1:0-Sieg am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht, die natürlich eine ausgiebige Feier nach sich zog, aber die Verantwortlichen um Sportvorstand Frank Baumann auch vor einige Herausforderungen stellt.
Um im Oberhaus bestehen zu können, muss sich Schalke auf mehrerne Positionen verstärken. Nach Informationen von Sky steht neues Personal insbesondere für die Innenverteidigung, die defensiven Außenbahnen, das Mittelfeld und den Angriff auf der Agenda – also quer durch alle Mannschaftsteile abgesehen von der mit Loris Karius und voraussichtlich weiterhin dem bisher vom 1. FC Heidenheim nur ausgeliehenen Kevin Müller gut besetzten Torhüterposition.
Dass Verstärkungen zwingend erforderlich sind, zeigt ein Blick auf die Transferaktivitäten der beiden letztjährigen Aufsteiger.
Köln und Hamburg investieren in größerem Umfang
Der Hamburger SV nahm im Sommer und dann noch einmal im Winter knapp 16 Millionen Euro in die Hand, um den Kader zu verstärken. Dass es für die Hanseaten insbesondere ohne das erst im Spätsommer gekommene Trio Luka Vuskovic, Fabio Vieira und Albert Sambi Lokonga kaum zum Klassenerhalt gereicht hätte, steht dabei außer Frage. Dass die von Tottenham Hotspur bzw. vom FC Arsenal nur ausgeliehenen Vuskovic und Vieira nun sehr wahrscheinlich nicht zu halten sind, bedeutet die nächste große Aufgabe für die HSV-Verantwortlichen.

Der 1. FC Köln, wie nun Schalke als Meister aufgestiegen, investierte sogar knapp 25 Millionen Euro in neues Personal, wobei mit Rav van den Berg und Isak Johannesson die beiden teuersten Neuzugänge nicht wie erhofft eingeschlagen haben. Anders als Mittelstürmer Ragnar Ache und Jungstar Said El Mala, der freilich schon ein Jahr zuvor verpflichtet und noch an Viktoria Köln verliehen worden war.
Köln setzte analog zum HSV ebenfalls auf Leihspieler, die allen voran mit Jakub Kaminski großen Anteil am Verbleib in der Bundesliga haben. Um alle bislang nur ausgeliehenen Akteure mittels Kaufoption zu halten, müsste der FC allerdings an die 20 Millionen Euro an Ablösen ausgeben und würde darüber hinaus noch weitere Verstärkungen benötigen. Auch in der Domstadt steht so ein ebenso wichtiger wie spannender Transfersommer bevor.