„Bin total stolz“: Schalke-Star Becker blickt auf Elversberg-Duell zurück

Timo Becker führte die Mannschaft in Elversberg auf den Rasen – und anschließend zum Sieg. In Abwesenheit von Kenan Karaman (32) trug der 29 Jahre alte Innenverteidiger die Kapitänsbinde von Schalke 04. Zudem betätigte er sich als wichtiger Vorlagengeber.
In der rasanten Partie an der Kaiserlinde überschlugen sich kurz nach der Pause die Ereignisse. Moussa Ndiaye (23) sah in der 51. Minute eine ungerechtfertigte Gelb-Rote Karte, die das Sportgericht des DFB nach einem Protest von S04 aber anschließend annullierte. Nur fünf Minuten nach der Dezimierung schlug Moussa Sylla (26) zu und schoss seine Farben zu einem eminent wichtigen 2:1-Auswärtserfolg.
Besonders spektakulär ging es aber nach rund einer halben Stunde zu. Soufiane El-Faouzi (23) wuchtete die Kugel zum 1:1-Ausgleich per Fallrückzieher in die Maschen des Elversberger Tores. Die Flanke auf den Torschützen schlug Becker, der sich mit der Vorarbeit seinen ersten Scorerpunkt in dieser Saison sicherte.
Dabei waren die Gäste schlecht in die Begegnung gestartet. Schon in der vierten Minuten hatte Luca Schnellbacher (31) die Saarländer mit einem Flachschuss in Führung gebracht. „Nach dem Gegentor haben wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt und uns vor der Pause beeindruckend zurückgemeldet“, erinnert sich Becker auf der Vereins-Website an das Aufbäumen seiner Elf.
Konzentration auf Münster
Auch nach dem Platzverweis spornte der Kapitän seine Mannschaftskollegen an. „Solche Situationen muss man hinnehmen und weitermachen“, sagt der erfahrene Profi mit mehr als 150 Einsätzen in den obersten beiden Ligen. „Das haben wir getan und uns belohnt“, blickt er voller Stolz zurück. „In dieser Mannschaft steckt ein großes Herz und ich bin total stolz auf den Prozess, den wir als Verein durchlaufen“, führt der 29-Jährige ergänzend aus.
Becker ist überzeugt: „Mit dieser Einstellung müssen wir uns keine Sorgen machen, denn wir fangen Verluste und Ausfälle als Mannschaft immer wieder auf.“ Auch im Duell mit Schlusslicht Preußen Münster (19. April, 13:30 Uhr) dürfe der Spitzenreiter nicht nachlassen. Schließlich sind noch 15 Punkte zu vergeben. Entschieden ist daher weiterhin nichts.

„Siege sind immer unfassbar wichtig, aber jetzt zählt einzig das nächste Spiel gegen Münster“, betont Becker. Der Tabellenletzte dürfte nicht unterschätzen werden. „Im Tabellenkeller ist noch nichts entschieden, deshalb werden wir auch beim nächsten Mal wieder 100 Prozent brauchen, um das Duell für uns zu entscheiden“, erklärt der Abwehrmann.