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Schalke 04 legt Einspruch gegen Ndiaye-Sperre ein

Moussa Ndiaye
Foto: IMAGO

Es war der große Aufreger der Partie. In der 51. Minute der Begegnung zwischen der SV Elversberg und dem FC Schalke 04 trat SVE-Profi Lukas Petkov (25) Schalke-Außenverteidiger Moussa Ndiaye auf den Fuß. Zur Überraschung verwarnte Schiedsrichter Michael Bacher (35) jedoch das Opfer.


Die Folgen waren fatal: Da Ndiaye bereits in der Frühphase eine (berechtigte) Gelbe Karte gesehen hatte, flog er beim Stand von 1:1 vom Platz. Da es sich um eine Gelb-Rote Karte handelte, durfte der VAR nicht eingreifen.

Die Knappen ließen sich von der personellen Schwächung jedoch nicht beirren. Ganz im Gegenteil: Nur wenige Minuten nach der Gelb-Roten Karte für die Leihgabe des RSC Anderlecht netzte Moussa Sylla (26) zum 2:1-Siegtreffer ein. Bei nur noch fünf ausstehenden Spielen wird die Rückkehr ins Oberhaus immer wahrscheinlicher.

Die obligatorische Sperre für eine Partie nach dem Platzverweis nehmen die Verantwortlichen des Revierklubs jedoch nicht hin. Der Spitzenreiter teilte am Montag (13. April) offizielle mit, dass man beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Einspruch gegen die Gelb-Rote Karte für Ndiaye eingelegte habe. „Grund ist, dass ein offensichtlicher Irrtum des Schiedsrichters vorlag“, wie es auf X heißt.

Erneuter Einspruch binnen vier Wochen

Ziel des Protestes ist es, dass die zweite Verwarnung aufgehoben und der Senegalese freigesprochen wird. Damit dürfte S04 ihn am kommenden Sonntag (19. April, 13:30 Uhr) gegen Schlusslicht Preußen Münster einsetzen.

Binnen kurzer Zeit wird Schalke damit zum zweiten Mal beim DFB vorstellig. Am 26. Spieltag hatte Edin Dzeko (40) beim 2:2 gegen Hannover 96 nach einem Foul an Husseyn Chakroun (21) glatt Rot gesehen. Das Sportgericht reduzierte die Sperre aber von zwei auf ein Spiel.

Edin Dzeko und Dr. Robin Braun
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Richter Stephan Oberholz erklärte in der Urteilsbegründung, dass es sich um einen „Sonderfall“ handele, „der von den üblichen Formen des rohen Spiels abweicht“.