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So beteiligt sich Schalke 04 an Stadtentwicklung in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen Skyline Industrie
Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Der FC Schalke 04 beweist immer wieder, dass er sich auch für das sonstige Geschehen in seinem Umfeld interessiert und mithilft, vieles zum Besseren zu wenden. So auch mit dieser Beteiligung an der Stadtentwicklung seiner Heimatstadt Gelsenkirchen, von der die WAZ berichtet.


Ein Bündnis aus Stadt, Land NRW, lokaler Wirtschaft und eben dem FC Schalke 04 hat sich jetzt zusammengefunden, um Gelsenkirchen moderner und attraktiver zu machen. Einen Namen trägt das gemeinsame Projekt auch, der da „TEAM GE 2032“ lautet. Die beteiligten Oberbürgermeisterin Andrea Henze und Landesheimatministerin Ina Scharrenbach loben bereits jetzt, dass Gelsenkirchen damit auch Vorbild für viele andere Städte in NRW und ganz Deutschland werde. Mit einem augenzwinkernden Blick auf den Schalke 04 merkte Scharrenbach bei der dazugehörigen Pressekonferenz an, dass man Gelsenkirchen zu einer „Aufsteigerstadt“ machen wolle, bezieht das aber natürlich nicht allein auf den sportlichen Bereich.

Vielmehr sind Vorhaben wie Problemhäuser aufzukaufen und abzureißen Teil des Projekts, eine Stabilisierung des Wohnungsmarkts in der Stadt und klimafreundliche sowie wirtschaftliche Entwicklungen anzustoßen. Dabei wolle man u. a. 3.000 nicht mehr zeitgemäße Wohnungseinheiten zurückbauen und stattdessen neue Perspektiven für Wohnen, Arbeit und Leben in dieser selbst im Ruhrgebiet besonders gebeutelten Stadt schaffen.

Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Tillmann: „Bürger sollen spüren: Hier tut sich etwas“

Neben den genannten Teilnehmern und eben dem FC Schalke 04 sind auch die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, der Arbeitgeberverband Emscher-Lippe sowie diverse Handwerksorganisationen mit im Boot, in dem die Planungen schon im Dezember 2025 begannen.

Eine wichtige Maßnahme ist eine Übersichtskarte Gelsenkirchens mit den bereits aufgekauften Problemimmobilien und den wahrscheinlich in Kürze frei werdenden Einheiten und Flächen. Dies erleichtere potenzielle Investoren die Orientierung, wo Raum für neue Projekte entstehen wird. Dort entstehen dann, so der Wunsch, zukunftsfähige Einheiten, die eine nachhaltige Nutzung ermöglichen.

Schalkes Vorstandsvorsitzenden Matthias Tillmann zitiert die WAZ mit den Worten: „Wir sind davon überzeugt, dass die Stadtperspektive 2032 ein wichtiger Bestandteil ist, um Gelsenkirchen wieder stark zu machen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen spüren: Hier tut sich etwas, wir kommen ins Machen.“ Der FC Schalke will dabei mit der weiteren Entwicklung des Berger Feldes seinen Teil zu einem wieder attraktiveren Gelsenkirchen beitragen.

Derartige Pläne gab es schon länger, mussten aber aufgrund der finanziellen wegen der Corona-Pandemie erst einmal auf Eis gelegt werden. Jetzt soll die Umgestaltung des Clubgeländes wieder aufgenommen werden.

Zentraler Punkt der gesamten Aktion aber bleibt die Beseitigung der Problemhäuser, wobei man hier schon gute Erfolge vermelden kann. Noch gilt es etwa 9000 überschüssige Wohneinheiten und etwa 500 Problemimmobilien zu bearbeiten, gekauft worden sind bisher 73 Gebäude mit 380 Wohneinheiten sowie 14 Gebäude, die schon zurückgebaut wurden.