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Spannende Zahlen enthüllt: Das verdienen die Schalke-Bosse um Baumann

Frank Baumann
Foto: IMAGO

Nach Veröffentlichung der neuen Finanzzahlen gewährt der FC Schalke 04 tiefe Einblicke hinter die Kulissen. Auch die Gehälter des Vorstands um Frank Baumann sorgen dabei für Aufmerksamkeit.


Der FC Schalke 04 hat mit seinem aktuellen Finanzbericht interessante Einblicke in die Gehaltsstruktur der Vereinsführung gegeben – und dabei wird deutlich: Auch in sportlich schwierigen Zeiten bewegt sich das Vorstandsgehalt auf einem beachtlichen Niveau.

Für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2025 zahlte der Klub seinen drei Vorstandsmitgliedern Matthias Tillmann, Frank Baumann und Christina Rühl-Hamers insgesamt 1,153 Millionen Euro. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das rund 2,3 Millionen Euro – wobei zu beachten ist, dass Baumann erst Anfang Juni 2025 zum Verein gestoßen ist und daher nicht der gesamte Zeitraum berücksichtigt wird.

Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr fällt auf, dass die Gesamtbezüge kaum gestiegen sind. Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 lag die Vergütung noch bei 1,202 Millionen Euro – allerdings verteilt auf lediglich zwei Vorstände. Historisch betrachtet bewegt sich Schalke damit deutlich unter früheren Spitzenwerten: In wirtschaftlich erfolgreicheren Zeiten, etwa 2018 während der Champions-League-Phase, erhielt das damalige Führungstrio noch über fünf Millionen Euro jährlich.

Erstliga-Niveau beim Umsatz: Schalke bleibt wirtschaftlich stark

Während der Vorstand weiterhin ordentlich verdient, geht der Aufsichtsrat leer aus – zumindest was klassische Gehälter betrifft. Die Mitglieder erhalten lediglich Sachleistungen in Form von Eintrittskarten für Spiele. Dafür gab der Verein im zweiten Halbjahr 2025 rund 16.000 Euro aus.

Christina RÜhl-Hamers, Frank Baumann und Matthias Tillmann
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Auch über die Gehälter hinaus liefert der Bericht spannende Kennzahlen zur wirtschaftlichen Lage. Trotz der Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga erwirtschaftete Schalke im zweiten Halbjahr 2025 einen Umsatz von 83,5 Millionen Euro. Auf das Gesamtjahr gerechnet würde das etwa 170 Millionen Euro bedeuten – ein Wert, der im Vergleich mit Erstligisten für einen Platz im Mittelfeld reichen würde.

Allerdings bleibt die finanzielle Situation angespannt. Die Verbindlichkeiten sind zuletzt wieder leicht gestiegen und liegen nun bei über 151 Millionen Euro. Gleichzeitig ist der Verein weiterhin auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen, etwa durch Veranstaltungen oder Spielerverkäufe.

Immerhin: Einen größeren Stellenabbau konnten die Königsblauen bislang vermeiden. Mehr als 2000 Menschen sind aktuell für den Klub tätig – ein Zeichen dafür, dass Schalke trotz sportlicher Rückschläge wirtschaftlich weiterhin eine bedeutende Rolle in Gelsenkirchen spielt.