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Nachspielzeit zu lang? Schiedsrichter erklärt späten Schalke-Schock

Dr. Robin Braun
Foto: IMAGO

Nach einer 2:0-Führung verspielt Schalke gegen Hannover 96 den Sieg und kassiert in der 98. Minute noch den Ausgleich – Schiedsrichter Robin Braun erklärt anschließend die ungewöhnlich lange Nachspielzeit.


Der FC Schalke 04 hat gegen Hannover 96 einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben. Nach einer 2:0-Pausenführung mussten sich die Königsblauen am Ende mit einem 2:2 begnügen – der Ausgleich fiel erst tief in der Nachspielzeit und sorgte für reichlich Diskussionen. Eigentlich waren sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt worden. Doch die Partie lief noch länger weiter. Hannover nutzte die letzte Möglichkeit: Eine Flanke von der rechten Seite segelte in den Strafraum, wo Benedikt Pichler am zweiten Pfosten frei zum Kopfball kam und in der 98. Minute zum 2:2 traf.

Viele Schalker Fans zeigten nach dem Abpfiff ihren Unmut über die lange Nachspielzeit und verabschiedeten Schiedsrichter Dr. Robin Braun mit Pfiffen. Der Referee erklärte später, warum die Partie über die ursprünglich angezeigten sieben Minuten hinaus lief. „Die ist zwingend notwendig, wenn wir noch einen Wechsel haben und ein Spieler verletzt auf dem Boden liegt“, sagte der Unparteiische nach dem Spiel.

Kurz zuvor hatte sich Schalkes Moussa Ndiaye in einem Zweikampf verletzt und musste behandelt werden. Trainer Miron Muslic reagierte sofort und brachte Felipe Sanchez. Der Wechsel sollte sich jedoch als bitter erweisen: Sanchez konnte die Flanke vor dem späten Ausgleich nicht mehr verhindern.

Platzverweis gegen Schalke-Star Dzeko erhitzt die Gemüter

Schon zuvor hatte Braun mehrfach im Mittelpunkt gestanden. In der 52. Minute zeigte er Schalkes Stürmer Edin Dzeko die Rote Karte. Der Angreifer hatte bei einer Rückwärtsbewegung seinen Gegenspieler Chakroun am Bauch getroffen. Nach kurzer Beratung entschied sich Braun für den Platzverweis und begründete dies mit einer „gesundheitsgefährdenden Komponente“.

Edin Dzeko
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Am Ende reichte die 2:0-Führung nicht. Hannover kam nach einer Ecke zunächst zum Anschlusstreffer, bei dem der VAR keine Abseitsstellung feststellte. In der langen Nachspielzeit folgte schließlich der späte Ausgleich. Auch in der Bewertung der Schiedsrichterleistung fiel das Urteil eher kritisch aus: Das Fachmagazin kicker vergab für den Auftritt von Dr. Robin Braun nach der Partie die Note 4,0.

Für Schalke ist das Remis besonders bitter. Statt eines wichtigen Sieges im Aufstiegsrennen bleibt nur ein Punkt – und viele Diskussionen über die entscheidenden Minuten am Ende der Partie.