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Zu langsam? Schalke-Abwehrchef Katic kontert deutlich

Nikola Katic
Foto: IMAGO

Nach aufkommender Kritik an seinem Tempo hat sich Schalkes Abwehrchef Nikola Katic deutlich zu Wort gemeldet. Der Innenverteidiger erklärt, warum ihn Kommentare von außen kaum interessieren.


Nikola Katic gehört beim FC Schalke 04 zu den konstantesten Spielern der Saison – und dennoch bleibt der Innenverteidiger nicht von Kritik verschont. Vor allem sein Tempo wird immer wieder diskutiert. Der 29-Jährige reagiert darauf jedoch mit bemerkenswerter Gelassenheit.

Der bosnische Nationalspieler ist unter Trainer Miron Muslic ein absoluter Dauerbrenner. In der 2. Bundesliga stand Katic in nahezu jedem Spiel in der Startelf und absolvierte – wenn er nicht gesperrt war – meist die vollen 90 Minuten. Insgesamt kommt der Innenverteidiger bereits auf mehr als 2000 Einsatzminuten.

Dass sein Name dennoch regelmäßig in Diskussionen auftaucht, hat vor allem mit einer vermeintlichen Schwäche zu tun. „Schon in meinem allerersten Interview ging es ums Tempo“, sagte Katic laut einem Bericht der WAZ. Der Innenverteidiger macht deutlich, welche Stimmen für ihn wirklich zählen. „Wenn es nicht von Miron, Sergej Barbarez oder einem erfahrenen Spieler kommt, der mir einen Tipp geben will, interessiert es mich nicht“, erklärte Katic.

Schalke-Boss Mulder verteidigt Katic

Mit Blick auf Kommentare von außen findet der Schalker sogar noch deutlichere Worte. „Jeder, der eine Tastatur hat, hat eine Meinung und will Fußballtrainer sein“, sagte er über die Kritik an seiner Person. Bei einem großen Klub wie Schalke sei das jedoch nichts Ungewöhnliches, schließlich habe der Verein eine riesige Anhängerschaft.

Nikola Katic
Foto: IMAGO

Der Innenverteidiger ist überzeugt, dass er seine Qualitäten in dieser Saison bereits häufig genug gezeigt hat. Die Verantwortlichen hätten genau gewusst, welchen Spielertyp sie verpflichten. „Die Verantwortlichen haben meine Qualitäten gesehen und mir vertraut“, betonte Katic. Rückendeckung erhält er auch aus der sportlichen Leitung. Sportdirektor Youri Mulder kann der Tempo-Diskussion ohnehin wenig abgewinnen. Für ihn kommt es im modernen Fußball nicht allein auf Sprintwerte an. „Wenn du schnell denkst, kannst du auch ein bisschen langsamer sein“, sagte Mulder.

Dass Diskussionen über einzelne Aspekte seines Spiels dennoch immer wieder aufkommen, überrascht Schalkes Abwehrchef nicht. Entscheidend ist für ihn etwas anderes: das Vertrauen von Trainer und Verein. Solange das vorhanden sei, bleibe für ihn alles im grünen Bereich.