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Schalke-Legenden schlagen Alarm: „Wir haben nur ganz wenige Spieler…“

Edin Dzeko enttäuscht, Loris Karius bedankt sich bei den Fans
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Nach dem Remis beim Tabellenletzten Greuther Fürth wächst beim FC Schalke 04 die Kritik an der eigenen Offensive. Klublegenden Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik sehen vor allem im Mittelfeld ein großes Problem.


Der FC Schalke 04 hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga erneut Punkte gegen einen Abstiegskandidaten liegen lassen. Beim Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth kamen die Königsblauen nicht über ein 1:1 hinaus. Zwar steht Schalke weiterhin an der Tabellenspitze, doch der Vorsprung auf Rang vier ist auf zwei Punkte zusammengeschmolzen. Nach dem Spiel äußerten sich die früheren Schalke-Profis Klaus Fischer und Rüdiger Abramczik kritisch zur Leistung der Gelsenkirchener.

Fischer ordnete das Ergebnis zunächst im Kontext der ausgeglichenen Liga ein. „Wie oft haben wir es schon gesagt: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen! In Fürth wurde das wieder bewiesen. Ich habe da keinen großen Unterschied gesehen“, sagte der Rekordtorschütze der Königsblauen im Fussball Legenden Talk. Dennoch wurde deutlich, dass ihn vor allem die offensive Durchschlagskraft seiner ehemaligen Mannschaft beschäftigt.

Mit bislang 34 Treffern nach 24 Spielen gehört Schalke nicht zu den torgefährlichsten Teams der Liga. Besonders aus dem Mittelfeld kommt nach Ansicht der beiden Klublegenden zu wenig Gefahr. Fischer bemängelte vor allem die fehlenden Abschlüsse aus der Distanz: „Wir haben nur ganz wenige Spieler, die auch mal aus der zweiten Reihe schießen.“

Schalke zu abhängig von Dzeko und Karaman?

Abramczik ging in seiner Analyse noch einen Schritt weiter. Seiner Meinung nach verlässt sich Schalke zu sehr auf die beiden Angreifer Edin Dzeko und Kenan Karaman. „Die Mittelfeldspieler machen zu wenig Tore. Du kannst dich nicht nur auf die zwei da vorne verlassen“, erklärte der frühere Nationalspieler.

Edin Dzeko und Kenan Karaman
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Auch Trainer Miron Muslic zeigte sich nach der Partie selbstkritisch. „Schlussendlich hat Fürth sich diesen Punkt erkämpft, wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, sagte der Schalke-Coach.

Im Aufstiegsrennen bleibt die Situation damit weiterhin spannend. Die Tabellenspitze liegt dicht beieinander, und für den Revierclub stehen nun richtungsweisende Spiele an. Am kommenden Freitag empfangen die Königsblauen zunächst Arminia Bielefeld, anschließend geht es gegen Hannover und Darmstadt. Gerade in dieser Phase der Saison dürfte sich zeigen, ob Schalke die offensiven Schwächen abstellen kann.