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„Dann haben wir ein Problem“: Muslic wütet nach Schalke-Patzer

Miron Muslic
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Nach dem 1:1 des FC Schalke 04 bei Schlusslicht Greuther Fürth sorgt eine Szene für großen Ärger. Trainer Miron Muslic kritisiert Torwart Kevin Müller nach einem folgenschweren Fehler ungewöhnlich deutlich.


Der FC Schalke 04 hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Beim Tabellenletzten Greuther Fürth kamen die Königsblauen am Samstagabend nicht über ein 1:1 hinaus. Besonders die Entstehung des frühen Rückstands sorgte bei Trainer Miron Muslic für großen Ärger.

In der 12. Minute geriet Schalke überraschend in Rückstand – nach einer Szene, die aus Sicht des Trainers vermeidbar gewesen wäre. Ausgangspunkt war ein Abstoß der Schalker, bei dem sich Ersatztorwart Kevin Müller nicht an die zuvor abgesprochene Variante hielt. Der 34-Jährige spielte einen riskanten Pass auf Innenverteidiger Nikola Katic, der unter Druck geriet und den Ball nur noch nach vorne schlagen konnte. Fürth fing den Ball ab und nutzte den Moment für einen schnellen Angriff, der schließlich zum 1:0 führte.

Muslic ließ nach der Partie keinen Zweifel daran, was ihn an der Situation besonders störte. „Wir bekommen das 0:1 nach einem Abstoß von uns, wo wir uns nicht an den Plan halten“, erklärte der Schalker Coach. Für ihn sei entscheidend, dass seine Mannschaft sich an die festgelegten Abläufe halte: „Wir haben eine klare Abstoßvariante, und die verlange ich.“

Muslic erwartet mehr von erfahrenem Schalke-Torwart Müller

Der Trainer machte deutlich, dass solche Abweichungen vom Plan nicht akzeptabel sind – gerade in der entscheidenden Phase der Saison. „Wenn Spieler anfangen, eigene Dinge zu machen, dann haben wir ein Problem“, sagte Muslic und richtete seine Kritik dabei vor allem an den erfahrenen Schlussmann.

Kevin Müller
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Müller stand in Fürth erneut im Tor, weil Stammtorwart Loris Karius wegen Rückenproblemen kurzfristig passen musste. Für den Winter-Neuzugang vom 1. FC Heidenheim war es erst sein zweiter Einsatz für die Königsblauen. Muslic verwies zwar darauf, dass Müller noch nicht lange im Team sei, stellte aber auch klare Erwartungen: „Ich erwarte von einem 34-Jährigen mit seiner Erfahrung, dass er da besser handelt.“

Offen ist nun, wer im kommenden Heimspiel gegen Arminia Bielefeld zwischen den Pfosten stehen wird. Schalke hofft, dass Stammtorwart Karius rechtzeitig wieder fit wird.