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Kabinenvorfall enthüllt: Was Karius mit dem Younes-Abgang zu tun hat

Amin Younes
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Nach der bereits verkündeten Trennung von Amin Younes kommt nun ein brisanter Hintergrund ans Licht. Ein Wortgefecht mit Loris Karius soll den Ausschlag für das vorzeitige Aus gegeben haben.


Beim Zweitliga-Spitzenreiter FC Schalke 04 ist die Trennung von Amin Younes offiziell vollzogen – doch hinter der nüchtern formulierten Vertragsauflösung steckt offenbar mehr als nur sportliche Perspektivlosigkeit. Ein interner Vorfall mit Torhüter Loris Karius soll den Ausschlag gegeben haben.

Nach Informationen der BILD gerieten die beiden 32-Jährigen in der vergangenen Woche verbal aneinander. Das Wortgefecht habe bei den Verantwortlichen die Sorge verstärkt, dass ein frustrierter Younes zur Belastung werden könnte. Intern wuchs das Gefühl, „dass ein unzufriedener Younes das Kabinenklima mitten im Aufstiegskampf schwer belasten könne.“

Zwar kam der Offensivspieler in der Hinrunde noch auf fünf Einsätze mit insgesamt 223 Minuten Spielzeit. Doch spätestens nach dem Wintertransferfenster verschlechterte sich seine Perspektive deutlich. Mit den Verpflichtungen von Edin Dzeko, Dejan Ljubicic und Adil Aouchiche setzte Schalke ein klares Signal für die Offensive. Für Younes bedeutete das faktisch noch geringere Chancen auf weitere Einsatzzeiten.

Nach Wortgefecht: Schalke zieht Konsequenzen bei Amin Younes

Am Montag führte Sportvorstand Frank Baumann  ein persönliches Gespräch mit dem 32-Jährigen. Der ursprünglich bis Saisonende laufende, stark leistungsbezogene Vertrag wurde vorzeitig aufgelöst, eine Abfindung vereinbart.

Frank Baumann
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Baumann formulierte die Entscheidung diplomatisch: „Nach einem aus unserer Sicht sehr erfolgreichen Wintertransferfenster sind die Chancen auf Einsatzzeiten für Amin sehr gering, was wiederum seinem persönlichen Anspruch nicht gerecht wird.“ Deshalb wolle man ihm die Möglichkeit geben, „unter anderem die letzten Chancen, die die noch offenen Wintertransferfenster bieten, zu nutzen.“

Younes selbst verabschiedete sich versöhnlich. „Ich bin sehr dankbar für meine Zeit auf Schalke und die Erfahrungen, die ich hier sammeln durfte“, erklärte er in einer Klubmitteilung und richtete seinen „besonderen Dank“ an Verantwortliche, Mitspieler und Fans. So endet das Kapitel Younes beim Tabellenführer ohne öffentliche Schlammschlacht. Ausschlaggebend für das vorzeitige Aus war letztlich ein interner Konflikt in Kombination mit klaren sportlichen Entscheidungen.