Mit Weltstars gespielt: Was Ndiaye zu Schalke mitbringt

Der FC Schalke 04 hat mit Moussa Ndiaye einen Spieler mit außergewöhnlichem Karriereweg verpflichtet. Der Senegalese stand bereits mit Weltstars des FC Barcelona auf dem Platz.
Moussa Ndiayes Karriere verläuft alles andere als gewöhnlich. Der 23-Jährige bringt internationale Erfahrung mit ins Ruhrgebiet – und große Ziele. Dass sein Wechsel zum FC Schalke 04 auf den ersten Blick wie ein Schritt zurück wirkt, sieht der Senegalese differenziert. Nach Stationen beim FC Barcelona und RSC Anderlecht soll die 2. Bundesliga nun zur Bühne für den nächsten Entwicklungsschritt werden.
Sein Weg führte ihn 2020 aus der Aspire Akademie in Senegal in die Nachwuchsabteilung des FC Barcelona. Dort spielte er zunächst in der U19, später in der zweiten Mannschaft. Besonders prägend war für ihn die Nähe zur Profimannschaft. „Manchmal habe ich auch mit der ersten Mannschaft trainiert“, erzählte Ndiaye rückblickend in einer Medienrunde.
In der Saisonvorbereitung durfte er sogar in Testspielen für die Katalanen auflaufen – und sammelte dabei wertvolle Minuten an der Seite namhafter Profis wie Gavi, Gerard Piqué, Frenkie de Jong, Samuel Umtiti, Antoine Griezmann und Memphis Depay.
Von Schalke zur WM? Ndiayes großes Ziel
Mit internationalen Stars auf dem Platz zu stehen, war für den jungen Verteidiger mehr als nur eine Erfahrung. „Mit solchen großartigen Spielern auf dem Platz zu stehen, hat mich unglaublich stolz gemacht“, sagte er. Die intensive Trainingsarbeit bei den Katalanen habe ihn nachhaltig geprägt. Das Tempo, die Spielintelligenz und die Professionalität auf höchstem Niveau seien Maßstab für seine eigene Entwicklung geworden.
2022 folgte der Wechsel nach Belgien zum RSC Anderlecht. Dort sammelte Ndiaye wertvolle Spielpraxis, pendelte jedoch zuletzt zwischen Startelf und Ersatzbank. Die erhoffte konstante Rolle blieb aus. Genau deshalb bietet sich nun auf Schalke die Chance auf einen Neustart – regelmäßige Einsätze inklusive.
Auch international verfolgt Ndiaye ambitionierte Ziele. Er stand bereits im erweiterten Kreis der senegalesischen Nationalmannschaft und war 2022 Teil des WM-Kaders. Sein großes Ziel bleibt das Debüt im A-Team. „Ich werde weiter hart arbeiten, um irgendwann für Senegal zu spielen“, betonte er. Den Gewinn des Afrika-Cups durch sein Heimatland verfolgte er aufmerksam – mit dem klaren Wunsch, künftig selbst Teil solcher Turniere zu sein.