Weniger Spielzeit für Becker nach Ndiaye-Verpflichtung? Schalke bezieht Stellung

Nach der Verpflichtung von Moussa Ndiaye stellt sich auf Schalke die Frage nach der Zukunft von Vitalie Becker. Die Vereinsführung bezieht nun klar Stellung zur Rolle des verletzten Stammspielers.
Die kurzfristige Verpflichtung von Moussa Ndiaye hat beim FC Schalke 04 Fragen nach der Zukunft von Vitalie Becker aufgeworfen. Der 20-Jährige fehlt aktuell wegen Knieproblemen – und ausgerechnet in dieser Phase reagierten die Königsblauen noch einmal auf dem Transfermarkt. Wie die WAZ berichtet, soll das allerdings keine Auswirkungen auf Beckers grundsätzliche Rolle haben.
Sportlich ist der Ausfall des Eigengewächses kaum zu kaschieren. In den vergangenen Spielen fand Schalke auf der linken Seite keine überzeugende Lösung, weder Finn Porath noch Felipe Sanchez konnten dort nachhaltig überzeugen. Auch Anton Donkor spielt in den Planungen der Verantwortlichen kaum noch eine Rolle. Die Leihe von Ndiaye dient daher in erster Linie der Absicherung.
Nach Informationen der WAZ rechnet Schalke intern noch mit einer Pause von „zwei bis drei Wochen“. Sportvorstand Frank Baumann mahnt zur Geduld und erklärt zugleich, dass Becker noch „das eine oder andere Spiel ausfällt“. Genau deshalb sei man auf dieser Position noch einmal aktiv geworden: „Wir haben eine Situation, dass wir da nicht so breit aufgestellt sind – Moussa gibt uns eine Option.“
Schalke-Boss Baumann stärkt Becker den Rücken
Trotz der Neuverpflichtung stärkt Baumann dem jungen Außenverteidiger demonstrativ den Rücken. Becker bleibe fest als Stammspieler eingeplant. „Vita hat es sich verdient, dass er als Stammspieler zurückkommen wird“, betont der Sportvorstand. Man wolle ihm ausdrücklich „keinen Spieler vor die Nase setzen“. Ndiaye sei zunächst als Backup vorgesehen, solle aber kurzfristig helfen und Spielpraxis sammeln.
Becker hat sich in dieser Saison rasant entwickelt. Nachdem er im Vorjahr noch ohne Zweitliga-Einsatz geblieben war, avancierte er unter Trainer Miron Muslic zum Leistungsträger. Der Coach schwärmte mehrfach von seinen Qualitäten, insbesondere im defensiven Eins-gegen-eins. Parallel dazu stieg auch sein Marktwert deutlich an – ein weiterer Beleg für seinen Stellenwert bei den Königsblauen.
Kurzfristig dürfte Ndiaye Spielzeit erhalten, um die entstandene Lücke auf der linken Seite zu schließen. Sobald Becker jedoch wieder voll belastbar ist, soll das Schalker Eigengewächs wieder regelmäßig zum Zug kommen.