Fünf Neuzugänge: Schalke zieht Transfer-Fazit

Nach einem ungewöhnlich aktiven Winter auf dem Transfermarkt zieht Schalke 04 eine positive Bilanz. Sportvorstand Frank Baumann erklärt, warum die Königsblauen trotz finanzieller Zwänge gleich fünf neue Spieler holten.
Der FC Schalke 04 hat den Winter-Transfermarkt intensiver genutzt als ursprünglich geplant – und zieht dennoch ein positives Fazit. Nach dem turbulenten Deadline Day stellte sich Sportvorstand Frank Baumann in einer Medienrunde den Fragen und bewertete die Zu- und Abgänge der vergangenen Wochen.
Mit Kevin Müller, Edin Dzeko, Dejan Ljubicic, Adil Aouchiche und Moussa N’Diaye verstärkten sich die Königsblauen gleich fünffach. Eine ungewöhnliche Anzahl für einen Klub, der noch vor wenigen Monaten betont hatte, finanziell vorsichtig agieren zu müssen. Baumann machte jedoch deutlich, dass die Planungen aufgegangen seien: „Unterm Strich kann man ein positives Fazit ziehen.“
Sportlich habe Schalke im Winter keinen relevanten Verlust hinnehmen müssen. „Sportlich haben wir keinen Spieler verloren, der in der Hinrunde eine gewisse Relevanz hatte“, betonte der Schalke-Boss. Gleichzeitig sei es gelungen, den Kader gezielt zu verstärken. Die fünf Neuzugänge würden „uns teilweise in der Spitze, teilweise in der Breite verbessern“.
Mehr Transfers als geplant: Warum Schalke im Winter umdachte
Dass es am Ende mehr Bewegung gab als erwartet, räumte der 50-Jährige offen ein. Eigentlich sei man davon ausgegangen, dass im Winter „wahrscheinlich eher weniger passiert“. Doch durch verschiedene Entwicklungen habe sich die Situation verändert – und die Königsblauen reagierten.
Auffällig: Drei der fünf Neuen stehen nur bis zum Saisonende unter Vertrag, lediglich für Dejan Ljubicic zahlte der Klub eine Ablöse. Trotzdem blieb Schalke laut Baumann im finanziellen Rahmen. „Finanziell sind wir in den Budgetvorgaben geblieben, obwohl wir mehr gemacht haben als eigentlich gedacht“, erklärte er. Ein besonderes Signal ging mit der Verpflichtung von Edin Dzeko einher, die bundesweit für Aufmerksamkeit sorgte.
Gleichzeitig sieht Baumann die Transfers nicht nur kurzfristig. Gerade Ljubicic und Aouchiche seien auch mit Blick auf die Zukunft verpflichtet worden. Am Ende überwiegt aus Sicht des Sportvorstands die Zufriedenheit. Schalke habe den Kader gezielt nachjustiert, ohne sportliche Substanz abzugeben – und sich damit für die entscheidende Phase der Saison breiter aufgestellt.