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„Richtig heavy, richtig tough“: S04-Trainer Muslić warnt vor Bochum

Miron Muslic
Foto: IMAGO

Miron Muslić hat Respekt. „Sie zählen zu den Top-Mannschaften“, lobt der 43 Jahre alte Chef-Trainer von Schalke 04 den nächsten Gegner. Am Samstag (31. Januar, 13 Uhr) gastieren die Knappen im Revierduell beim VfL Bochum.


Dümpelte der Klub von der Castroper Straße zu Saisonbeginn noch im Tabellenkeller umher, ging es unter dem neuen Chef-Trainer Uwe Rösler (57) aufwärts. Von den elf Partien unter der Regie des gebürtigen Sachsen verlor Bochum lediglich eine. „Das sind Spiele, die wir wollen und auf die wir uns freuen“, sagt Muslić am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den Nachbarklub. „Es wird ein super intensives Spiel. Wir müssen alles abrufen, um zu punkten“, ist der Österreicher überzeugt.

Bochum sei in der Lage, zu Hause „richtig dominant“ aufzutreten, meint der S04-Coach. Das werde „ein heißer Tanz“, „richtig heavy, richtig tough“.

Mit Dejan Ljubicic verpflichteten die Königsblauen unter der Woche einen neuen Mann für das Mittelfeld. Der 28-Jährige Landsmann Muslićs verfüge nicht nur über die notwendige „Intensität“, sondern ebenfalls über die „spielerische und kreative Qualität“. Der Fußballlehrer schwärmt: „Wir haben für die Offensive sehr gute Transfers getätigt.“

Džeko braucht „noch ein bisschen“

In diese Kategorie fällt auch Star-Stürmer Edin Džeko (39). Bei seinem Schalke-Debüt machte er das, was er am besten kann: Tore schießen. Beim 2:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Wochenende sorgte der bosnische Rekord-Internationale für den eminent wichtigen Anschlusstreffer.

Über die ersten Tage des Routiniers bei seinem neuen Klub gewährt Muslić einen Einblick. „Džeko hat die ganze Woche trainiert“, teilt der 43-Jährige mit. Der Einsatz gegen Lautern sei „ein erster Schritt“ gewesen, „aber er braucht noch ein bisschen, damit er starten kann“. Der Chef-Coach glaubt, dass der Torjäger ein „Gamechanger“ sein werde. Denn: „Es geht nicht um die nächsten Spiele, sondern um Impact für die restliche Saison.“

In Bochum fehlt Innenverteidiger Hasan Kuruçay (28) aufgrund einer Gelb-Sperre. Auch Vitalie Becker (20) muss an der Castroper Straße zuschauen. Kniebeschwerden verhindern seinen Einsatz. „Wir müssen seit sieben Monaten improvisieren und finden immer Lösungen“, zeigt sich Muslić optimistisch, die Ausfälle zu kompensieren. Namen nennt er jedoch nicht. „Wir haben uns mit ein, zwei Profilen beschäftigt“, verrät er, doch es sei „nicht einfach, Stammspieler zu ersetzen“.