Muslic unter Druck? Jetzt spricht Schalke-Boss Baumann Klartext

Nach den jüngsten Rückschlägen steckt Schalke 04 tief in der Krise. Sportvorstand Frank Baumann findet deutliche Worte zur aktuellen Situation.
Beim FC Schalke 04 wächst nach den jüngsten Rückschlägen die Unruhe. Die Königsblauen stecken nach acht Spieltagen tief im Tabellenkeller und warten seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg. Sportvorstand Frank Baumann nimmt die schwierige Situation ernst, warnt jedoch vor überhasteten Entscheidungen und stärkt Trainer Miron Muslic den Rücken.
Die sportliche Bilanz ist ernüchternd. Nach dem torlosen Remis gegen Köln folgte das enttäuschende Pokal-Aus bei Dynamo Dresden (0:2). Auch gegen RB Leipzig (0:2) blieb Schalke weitgehend chancenlos. Besonders die Offensive bereitet Sorgen: Lediglich vier Treffer gelangen dem Aufsteiger bislang in acht Bundesligaspielen.
Baumann weiß um den Ernst der Lage, fordert aber Geduld. „Wir verfallen nach einem Viertel der Saison aber auch nicht in Panik. Dass es eine sehr schwere Saison wird, haben wir von Tag eins nach dem Aufstieg an betont“, erklärte der 51-Jährige gegenüber der WAZ. Die Zielsetzung sei ohnehin eindeutig: „Für mich wäre der Klassenerhalt ein größerer Erfolg als der Aufstieg.“
Baumann stärkt Schalke-Trainer Muslic den Rücken
Neben der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff kritisiert Baumann vor allem die jüngsten Auftritte der Mannschaft. Insbesondere in Dresden habe es an der notwendigen Einstellung gefehlt. „Wir müssen wieder aggressiv, mutig und eklig sein. Das ist die Basis“, forderte der Sportvorstand. Die Mannschaft müsse den Anhängern wieder vermitteln, dass sie auf dem Platz alles investiere.

Eine Trainerdiskussion will Baumann trotz der Negativserie nicht aufkommen lassen. Muslic genießt weiterhin das volle Vertrauen der Verantwortlichen. „Wir sind von seiner Arbeit und unserem Weg absolut überzeugt“, stellte der ehemalige Bremer klar. Auch die angekündigte Umstellung auf eine Viererkette begrüßt der Sportchef. Ob Schalke im Winter personell nachlegen wird, bleibt dagegen offen.
Zwar sollen mögliche Verstärkungen sorgfältig geprüft werden, hektische Transfers schließt Baumann jedoch aus. Zunächst müsse die vorhandene Mannschaft wieder bessere Leistungen zeigen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntag (8. November) beim Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim. Dort steht Schalke unter erheblichem Druck, endlich die sportliche Trendwende einzuleiten.