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Kein Platz für Sentimentalitäten: Demichelis fordert Sieg bei Wiedersehen mit Dzeko

Martin Demichelis
Foto: Getty Images

Zu Hause hui, auswärts aber ganz eindeutig pfui. Wenn RB Leipzig in dieser Bundesliga-Saison in der Fremde zu Gast war, freute sich die Heimmannschaft. Am Samstag (31. Oktober, 15:30 Uhr) nehmen die Sachsen einen neuen Anlauf, um ihren ersten Auswärtspunkt einzufahren.


Auf eigenem Geläuf lässt Leipzig nichts anbrennen. In schöner Regelmäßigkeit schießt RB die gegnerischen Teams aus der Red Bull Arena. Ob Borussia Mönchengladbach (3:0), der Hamburger SV (5:0), Eintracht Frankfurt (6:0) oder zuletzt die SV Elversberg (4:0), sie alle schlichen als Verlierer vom Platz. Nicht einmal ein Treffer gelang dem Quartett.

Ganz anders die Auftritte der „Roten Bullen“ in der Fremde. In Bremen verloren sie 1:3. Auch in Leverkusen gingen sie beim 0:2 leer aus. Besonders bitter fiel die deutliche 1:6-Klatsche in München aus.

Nun ein neuer Anlauf auf Schalke. „Das Wichtigste ist, wie wir das Spiel angehen“, kündigt Martin Demichelis (45) am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem S04-Match an. Seine Mannschaft müsse zudem „clever“ agieren, fordert der Chef-Trainer der Leipziger. Er erinnert an das DFB-Pokalspiel bei Drittligist Rot-Weiss Essen. In Unterzahl drehte sein Team einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg. „Mit einem Spieler weniger waren wir mutig mit und gegen den Ball“, lobt der Argentinier seine Schützlinge. Auf Schalke müssten sie „genau dasselbe machen“.

„Ich will unbedingt gewinnen“

Die Königsblauen sind wettbewerbsübergreifend seit nun fünf Partien ohne Sieg. Gegen RB will die Elf von Miron Muslic (44) die Trendwende einleiten. „Wir haben Schalke analysiert und erwarten eine sehr aggressive Mannschaft“, warnt Demichelis daher vor dem Aufsteiger. „Sie erarbeiten sich nicht viele Chancen, bekommen aber auch nicht viele Gegentore“, weist er auf die Trefferbilanz der Knappen von 4:7 hin. S04 würde an der Spielidee festhalten, „mit der sie aufgestiegen sind“. Der Ex-Bayern-Profi ist überzeugt: „Diese Idee hat sich nicht geändert.“

Edin Dzeko und Martin Demichelis
Foto: Getty Images

Für den RB-Trainer, der von 2013 bis 2016 auch für Manchester City kickte, kommt es auf Schalke zu einem besonderen Wiedersehen. Er freue sich sehr, Edin Dzeko (40) zu treffen. „Es ist Wahnsinn, dass er immer noch weiterspielt“, schüttelt Demichelis bewundernd den Kopf. „Wir haben vor zehn Jahren drei Jahre lang zusammen bei Manchester City gespielt. Außerdem habe ich gegen ihn gespielt – mit Bayern gegen Wolfsburg.“ Für Sentimentalitäten sei auf dem Rasen jedoch kein Platz, wie der Coach unmissverständlich klarstellt: „Ich hoffe, dass er den Fußball bis zum letzten Tag seiner Karriere genießt. Aber jetzt ist er noch Spieler und ich bin Trainer – ich will unbedingt gewinnen.“