Schalke-Legenden fordern Transfers: „Da muss was passieren“

Nach dem schwachen Saisonstart wächst der Druck beim FC Schalke 04. Zwei Vereinslegenden fordern nun Konsequenzen und bringen Transfers ins Spiel.
Beim FC Schalke 04 wächst nach dem durchwachsenen Saisonstart die Unruhe. Nach sieben Spieltagen stehen für den Bundesliga-Aufsteiger lediglich sechs Punkte zu Buche. Besonders die Offensive bereitet Sorgen. Zwei ehemalige Schalker Größen sehen deshalb dringenden Handlungsbedarf und bringen mögliche Wintertransfers ins Gespräch.
Das torlose Unentschieden beim 1. FC Köln offenbarte einmal mehr die Probleme der Königsblauen im Angriff. Mit gerade einmal vier Treffern stellt Schalke die schwächste Offensive der Bundesliga. Zudem wartet der Klub weiterhin auf das erste Tor eines Stürmers in dieser Saison. Für Vereinslegende Klaus Fischer ist klar, dass die Verantwortlichen um Sportvorstand Frank Baumann reagieren müssen. „Da muss jetzt von der Führung her irgendwas passieren“, erklärte der 76-Jährige im Fussball Legenden Talk.
Dabei hat Fischer bereits eine konkrete Vorstellung, wie Schalke seine Offensive verstärken könnte. „Vielleicht sollte man irgendeinen, der unzufrieden ist und eine gewisse Klasse hat, ausleihen“, schlug der ehemalige Torjäger vor. Auch Rüdiger Abramczik betrachtet die aktuelle Situation mit Sorge. Der frühere Schalke-Profi sieht allerdings nicht nur im Angriff ein Problem, sondern vor allem in der fehlenden Tiefe des Kaders.
Schalke-Trainer Muslic macht Hoffnung auf Besserung
Gegen Köln musste Trainer Miron Muslic auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Für Abramczik zeigt sich dadurch, wie schnell die Mannschaft an ihre Grenzen geraten kann. „Der Kader ist nicht so groß, dass du drei Stammspieler auswechseln kannst und die, die reinkommen, spielen genauso“, kritisierte der 70-Jährige.

Muslic selbst bewertete den Auftritt seiner Mannschaft dagegen deutlich positiver. Besonders die defensive Stabilität beeindruckte den Trainer. Immerhin blieb Schalke bereits zum dritten Mal in dieser Bundesliga-Saison ohne Gegentor. Auch offensiv erkannte Muslic Fortschritte. Durch die Umstellung auf zwei Angreifer mit Junior Adamu und Hee-chan Hwang präsentierten sich die Knappen zumindest verbessert.
Wirklich zwingende Torchancen blieben bei lediglich 0,64 Expected Goals allerdings Mangelware. „Wenn sie so weiterarbeiten, werden sie sich mit einem Tor belohnen“, zeigte sich Muslic dennoch zuversichtlich. Die nächste Gelegenheit bietet sich Schalke am Mittwoch (28. Oktober, 18 Uhr) im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden.